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Rücktritt vom Leistungssport

08.03.2017

Es war an der Zeit, etwas in meinem Leben zu verändern! Ich verspürte seit Anfang der letzten Saison, dass ich körperlich und mental nicht mehr an das meega Vorjahr anschliessen konnte. Ich war wohl motiviert, doch mein Körper zeigte mir auf eine brutale Weise, dass es einfach an der Zeit ist, aufzuhören. Zuerst tat ich mich schwer und ich dachte, nach einer längeren Pause würde es sicher nochmlas reichen, eine tolle Schlusssaison hinzulegen. Doch dann kam ein Angebot, welches mir eine Tür in ein "normales Leben" sehr weit öffnete und ich nahm diese Chance dankend an. In der Klinik Gut, wo ich seit vielen Jahren arbeite, wurde eine Stelle als Stations- und Pflegedienstleitung frei. Livia, eine Arbeitskollegin von mir, rief mich sofort an und sagte, hey darüber hatten wir uns zu früheren Zeiten schon einmal unterhalten, das ist unsere Chance! Ehrlich gesagt war ich etwas überfordert, ja sicher, coole Sache, aber auf der anderen Seite hiess das, mein Profileben muss ich dafür aufgeben.... Wir haben uns dann auf die Stelle beworben und bekamen tatsächlich die Zusage und teilen uns seither diese Stelle als CO-Leitung. In nur drei Wochen habe ich mein Leben um 180 Grad gedreht und bereue meine Entscheidung nach wie vor nicht. 
 
In seinem Leben als Profisportler hat man nie oder nur selten das Gefühl, man müsse auf etwas verzichten oder es gebe etwas Schöneres als das, was man als Sportler tut. Ich war einfach nur zufrieden und glücklich mit dem, was ich machen durfte. Es war ein Privileg. Jetzt merke ich aber erst, auf wie viel ich eigentlich die ganzen Jahre verzichtet habe und wie sehr meine Gesundheit auch etwas gelitten hat. Trotzdem würde ich es als die bisher schönste Zeit in meinem Leben bezeichnen. Ich überlege mir manchmal, was vermisse ich jetzt eigentlich. Es ist die Freiheit, den Tag mit dem Training so zu gestalten, wie ich es wollte. Die Stunden im Sattel wo die Beine einfach nur drehen, die einsamen Pässefahrten, die Fitness, die vielen Begegnungen und sicher auch das sich messen mit anderen. Das Gefühl nach einem Rennen etwas Tolles geschafft zu haben. Doch am meisten ist es einfach die Freiheit, die ich vermisse.....
 
Ich möchte mich am meisten bei meiner Familie und meinem Mann bedanken. Sie haben mich, auch wenn zu Beginn nicht immer gerne, bei meinen Ideen und Taten unterstützt und gaben mir die Möglichkeit, meinen Traum zu Leben! Und Stephan Schütz, ohne ihn hätte ich das alles nicht geschafft, er ist der Trainer hinter meinen Erfolgen. Er hat mich zu der Sportlerin gemacht, die ich war und bin. Zuerst das Fundament, dann das Dach :-)! Hendrik Werner hat mein Dach noch um einige Stockwerke nach oben verschoben, herzlichen Dank! Den Teams, für die ich starten durfte, gilt ein riesen Dankeschön, ohne deren Vertrauen und Engagement wäre es nicht möglich Spitzensport zu betreiben. Merci!
 
Der Blick in die Zukunft ist äusserst spannend. Ich bin weiterhin viel auf dem Velo anzutreffen, wieder vermehrt zu Fuss in den Bergen unterwegs, werde die Jägerausbildung machen, meine Hunde fitthalten oder umgekehrt, meine Freunde treffen, andere Sprotarten ausprobieren und auch einfach mal auf dem Sofa sitzen und nichts tun :-) 

 

 
 

Vorzeitiges Saisonende

16.08.2016

Nach zwei Mal schlafen stand mein Entschluss fest, ich werde die Saison 2016 frühzeitig beenden.

Wie soll ich anfangen, so eine Saison hatte ich noch nie, ich kam vom ersten Rennen an nicht in Schwung, hatte körperlich und dann später auch mental einfach keine Power. Ich versuchte es immer und immer wieder, doch mein Körper sagt nein! Wie muss man sich das vorstellen, es läuft im Training gar nicht so schlecht, doch immer nach schwereren Belastungen bockt der Körper und schiebt den Riegel vor. Es kann sein, dass ein vier stündiges Training prima läuft und am nächsten Tag, schaffe ich es nach lockeren 90 Minuten kaum mehr von Pontresina bis zu mir nach Hause. Bei den Rennen läuft der Start vielleicht mal ganz gut und ich bin nach 2,5h tot, beim nächsten Rennen, tut mir nach 4 Minuten alles so weh als wäre ich bereits 5 Stunden Rennen gefahren. Das war in letzter Zeit mein täglicher Kampf, geht heute etwas oder nicht. Jetzt war eine Entscheidung nötig, denn so kann es nicht weiter gehen. Ich werde mir eine längere Pause gönnen, und meinem Körper die nötige Ruhe geben nach der er schreit. Ich werde in den nächsten Wochen auch viel Zeit haben um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. In dem Sinne verabschiede ich mich jetzt einmal für der Saison 2016..........

Eigerbike Grindelwald

14.08.2016

Ich freute mich auf dieses Rennen, ich hatte das Gefühl nach dem schwierigen Saisonstart endlich den Tritt gefunden zu haben. Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt... . Bereits kurz nach dem Start machte meine Muskulatur komplett dicht, der Puls blieb tief, ich kam nicht vom Fleck obwohl ich das Gefühl hatte alles zu geben. Ich versuchte ruhig zu bleiben und einfach so schnell zu fahren wie es möglich war und hoffte, dass es vielleicht nach 15 Minuten besser werden würde. Doch ich wartete vergebens. Auf der grossen Scheidegg war es klar, dass ich so heute die Runde nicht in einer anständigen Zeit bewältigen würde. Schweren Herzens entschied ich mich an dieser Stelle das Rennen zu beenden. Manchmal muss man merken wenn man sich nur noch mehr schadet. Schwer enttäuscht machte ich mich auf den Weg zurück nach Grindelwald.

Ironbike Ischgl

06.08.2016

Nach langer Wettkampfpause war ich gespannt wie es heute laufen würde. Bereits im Vorfeld entschied ich mich, nur die Mitteldistanz zu fahren. Zu meinem Erstaunen konnte ich am Start gut mithalten und auch im ersten Anstieg drehten die Beine gut. Als es in die Steigung zum Idjoch ging fand ich schnell einen guten Rhythmus und konnte diesen bis oben halten. Die Abfahrt war nicht ganz einfach, der Regen der letzten Tage hat den Boden rutschig werden lassen. Es ging alles glatt und ich konnte als erste Dame die Ziellinie überqueren. 

 

Zwangspause

Der Körper will und kann nicht! Im Moment macht es keinen Sinn Rennen zu fahren, Bluttest und Untersuchungen werden gemacht und ich hoffe im Sommer/ Herbst nochmals in Schwung zu kommen. Bis dahin heisst es Geduld, Geduld.....

Estavayer le Lac 

12.06.2016

Ein Kampf mit mir selber, so könnte man das Rennen von heute bezeichnen. Ich hatte in der letzten Zeit massive körperliche Probleme, so wusste ich nicht wie das heute gehen würde. Bereits vom Start weg merkte ich eine Leere in den Beinen, ich konnte das Tempo meiner Konkurrentinnen nicht mitgehen. Ich suchte mir einen Rhythmus den ich fahren konnte, ohne nach links oder rechts zu sehen, einfach fahren und mit jedem gefahren Meter kam ich dem Ziel etwas näher. Nach 45 Minuten ging es etwas besser. Dann zwangen mich Schaltprobleme zur nächsten Pause, reparieren so gut es ging. Weitere 15 Minuten später hatte ich dann noch genau zwei Gänge zur Verfügung und ausgerechnet die "dicksten", das brauchte so viel Kraft und ich musste bei jedem Hügel kurz schieben, dann eine Unachsamkeit und schon lag ich auf dem Boden. Schulter und Knie schmerzten doch, es schmerzte vorallem im Herz und im Kopf, was ist denn nur los. Ich wollte nicht aufgeben und so kroch ich mehr oder weniger dem Ziel entgegen. Dort angekommen, war ich einfach nur froh dass es fertig war. Rang sechs, das hatte ich mir ganz anders vorgesellt. Jetzt heisst es abklären was wirklich mit mir los ist und dann sehen wie es weiter geht.

Zugerberg Classic

01.05.16

Nach dem gestrigen kleinen Desaster in Belgien habe ich mich entschlossen noch die Zugerberg Classic zu fahren. Ein Bergrennen von 25 Kilometern und 1000 Höhenmetern. Es sollte nochmals einen guten Reiz für die Beine geben und auch für den Kopf war es wichtig, einen versöhnlichen Start in die Saison 2016 zu haben. Das Wetter war das Gleiche wie in Belgien, 5 Grad, Dauerregen und oben am Ziel sogar Schnee. Das schöne an diesem Rennen, es findet in meiner Heimatstadt Zug statt, heisst ich konnte im Warmen zu Hause einfahren und dann direkt zum Start rollen :-). Ich war richtig motiviert und nahm mir eine Zeit von 1h20min vor. Der Start gelang mir prima und ich konnte mich ganz vorne im Feld aufhalten, sicher von Vorteil, denn da ist das Sturzrisiko am Kleinsten. Der Regen machte mir überhaupt nichts aus, ich war bereit und konnte einen guten Rhythmus fahren, ein wenig spürte ich die Vorbelastung von gestern. Je höher wir kamen, je dicker wurde der Regen, die letzten fünf Kilometer waren dann sehr kalt, die Beine drehten etwas zäher, doch das Ziel war ja in Reichweite, den letzten steielen Stich hoch zur Schöneggbahn und ich erreichte das Ziel als erste Frau, mit ziemlich genau meiner vorgegebenen Zeit. Nun schnell eine Regenjacke überziehen und ab ging es nach Hause. Da wurde es dann weniger schön, denn unter der Dusche bekam ich den "Kuhnagel" in Händen und Füssen, auaaaa! Wieder aufgewärmt ging es dann zur Siegerehrung. Ein versöhlicher Abschluss eines nicht optimalen Saisonstarts.

UCI Marathon Roc d`Ardenne 

30.04.2016

Einen Nuller zum Saisonauftakt wünscht sich niemand! Leider war das gestern bei mir eingetreten. In Belgien regnete es die ganze Nacht. Ich konnte mich nur schwer motivieren, doch an der Startlinie war dann die nötige Spannung da, endlich. Der Startschuss war gefallen und die Ladies gaben mächtig gas. Die "Startrampe" ist enorm steil und ich hielt mich etwas zurück, denn es ist noch ein weiter Weg bis zum Ziel. Die Abfahrten waren extrem rutschig, doch da konnte ich immer Zeit gutmachen und schon bald sah ich die bis dahin zweit plazierte Dame vor mir. Doch dann war plötzlich keine Markierung mehr zu sehen, wir suchten nach dem Weg, doch wir fanden einfach nicht auf die Strecke zurück. Zeit verging und immer mehr Fahrerinnen stiessen zu uns, niemand wusste wo wir weiter fahren mussten.... Nach X Minuten kam ein Local und zeigte uns den Pfad, da wäre niemand von uns auf die Idee gekommen, hier zu fahren. Bei nasskalten 5 Grad im Regen macht so etwas wirklich keien Spass. Die ganze Spannung war weg und ich entschied mich an der nächsten Verpflegungsstelle das Rennen zu beenden. Manchmal soll es einfach nicht sein. Vergessen und nach vorne schauen. 

La Patrouille de Glacier PDG 2016

20.04.2016

Mythos! Der härteste Teamwettkampf der Welt! Die Patrouille de Glacier (PDG) ist ein internationaler militärischer Skialpinismus-Wettkampf der Schweizer Armee, an welcher auch zivile Patrouillen teilnehmen dürfen. Start Zermatt, Ziel Verbier, 53 Kilometer, 4000 Höhenmeter, 5 Gipfel (Tete Blanche/Col de Bertol/Col de Riedmatten/Rosablanche/Col de la Chaux) dreier Patrouillen! 

Ein Saisonhighlight zu Beginn meiner Saison. Gemeinsam mit Michaela Feurle und Claudia Stettler haben wir gestern den Z1 der PDG gewonnen! Die Zeit von 9h36min42sec ist für uns ein absoluter Wahnsinn und hat uns neben dem Sieg in der Damenkategorie den 24. Overall Rang (245Teams) eingebracht. Es herrschten beste Verhältnisse: fast Vollmond- nicht weniger als -8 Grad auf 3600 - kein Wind und eine gut gefrorene Schneedecke mit frischem Pulver in den höheren Lagen. Um 01:30 Uhr machten wir uns von Zermatt aus auf den Weg Richtung Tete Blanche. Durch den hell leuchtenden Mond und die klare Nacht konnten wir die Silhouette des Matterhorns zu unserer linken Seite immer sehen und die Lichter der vor uns gestarteten Patrouillen zeigten uns den Weg zur Tete Blanche. Als wir fast auf dem Gipfel der Tete Blanche standen, zeigte sich der Mond in voller Pracht genau vor uns, was für ein Bild, unvergesslich. Wir hatten einen guten Rhythmus und kamen zügig zum Col de Bertol. Die Abfaht hatte es in sich und ich bekam schon etwas schwere Beine. In Arolla wurde es langsam hell und das Morgenrot am Himmel war einfach nur schön anzusehen. Es folgte der lange, steile Anstieg bis zum Col de Riedmatten. Mir ging es immer noch bestens und auch die Portage bereitete mir keine Mühe. Der Steile Abstieg durch das Couloir ist immer wieder spektakulär...! Nun folgte das mühsame Teilstück entlang dem See bis nach la Barma. Wir verpflegten uns nochmals gut und namen den schweren Anstieg zur Rosablache in Angriff. Ich war froh, als wir endlich zur langen Portage kamen. Es hatte zwar etwas Stau doch wir konnten uns gut vorwärtsarbeiten. Oben lief es mir kalt den Rücken runter, es hatte sehr viele Zuschauer die uns anfeuerten und auch ein Alphornbläser gab sein Bestes, einfach gigantisch. Nun war es fast geschafft, es wartete aber noch der kurze, aber steile Anstieg mit Portage bis zum Col de la Chaux. Die Beine waren mitlerweile schwer geworden, doch die Vorfeude auf das Ziel liessen uns alle Schmerzen vergessen. In der letzten Abfahrt, als ich Blick auf Verbier hatte, rollten mir ein paar Tränen über die Wangen. Ein unbeschreibbares Gefühl bahnte sich den Weg zu meinem Herzen. Nun noch die letzten Meter zu Fuss bis ins Ziel und es war geschafft. Wir erreichten das Ziel mit einer tollen Zeit von 9h36min ich war einfach nur glücklich, stolz und müde! Danke Michaela, danke Claudia, wir haben etwas geschafft was nicht viele erreichen!

Vive la PdG!

BIXS PRO TEAM

Viele haben es bereits vernommen, ich bin ab 2016 für BIXS unterwegs. Ändern wird sich nicht viel, wir sind von der gleichen Firma wie bisher unter Vertrag. Die Idee war es, alle Marathon Fahrer und alle CC Fahrer zu trennen. Bis jetzt waren einige Fahrer mit Wheeler Bikes unterwegs, andere mit BIXS Rädern. Jetzt ist das sauber getrennt und macht das Marketing wesentlich einfacher. Ich freue mich auf die Saison

Kony Looser - Hansueli Stauffer - Oliver Zurbrügg - Jérémy Huguenin - Milena Landtwing

 

Schweizermeisterschaft Dagmarsellen

10.01.2016

Eine etwas andere Vorbereitung als gewohnt. Oder man könnte auch sagen, Flitterwochenende in Dagmarsellen. Wieso das werden sich manche fragen, genau ich habe am 08.01.16 Sven geheiratet. So waren meine Gedanken weit, weit weg vom Renngeschehen und die SM war mir so etwas von unwichtig, trotzdem reisten wir nach Dagmarsellen. Dort angekommen mussten wir lachen, denn wer ausser ich würde sonst auf die Idee kommen nach der Hochzeit an ein Rennen zu gehen, zum Glück kennt mich mein Mann :-). Nun hiess es dann aber doch, etwas Konzentration bitte. Nach der Besichtigungsrunde war ich positiv gestimmt und freute mich auf das Rennen. Ich legte einen sensationellen Start hin und ging als erste in die Kurve, es ging nicht lange da überholten mich dann aber die jungen Wilden. Egal, das war schon mal geil. Ich konnte mich an vierter, fünfter Position halten und hatte ein cooles Duell mit Nathalie Schneitter. Ich erwichte die Abfahrt aus meiner Sicht jeweils etwas besser und hatte auch sonst das Gefühl, sie im Griff zu haben. Irgendwann hatte ich dann Luft nach hinten und nach vorne ging auch noch etwas, dachte ich zumindest. Ich versuchte wirklich alles, ich kam auch immer näher an Position drei, doch leider ging es eine Runde zu wenig. Ich musste mich also mit der Holzmedaille begnügen. Doch ich freute mich auch darüber, denn es war eh ein unvergessliches Wochenende! Danke Sven für deine Unterstützung und dem Team für die Möglichkeit Radquerrennen zu Fahren. Schweizermeisterin ist Sina Frei, bravo!

 

EKZ Cross Tour #Meilen C1

02.01.2016

Endlich Schlamm. Bereits auf dem Weg nach Meilen regnete es immer wieder und ich freute mich irgendwie auf mein erstes Dreckrennen in dieser Saison. Die Freude wich dann allerdings etwas als ich den Uphill gesehen habe. Ich suchte bereits auf der Besichtigungsrunde nach Gängen und fragte mich wie das wohl gehen wird mit meiner Übersetzung. Als ich dann den Downhill gesehen hatte, merkte ich, dass dies wohl noch das grössere Promblem darstellen würde :-). Als der Startschuss erfolgte, kam ich überhaupt nicht in die Gänge und befand mich bald recht weit hinten im Feld. Ich hatte schlechte Beine und im Kopf stimmte es auch nicht so wirlich. Nach der ersten Runde wollte ich eigentlich nach Hause gehen, doch dann war ja schon die zweite Runde angebrochen und so quälte ich mich nochmals den Uphill hinauf, den Downhihll hatte ich dann ganz gut im Griff und so fing es an Spass zu machen. Ich raffte mich also auf und konnte Position um Position gut machen. Im Ziel war ich dann ganz zu frieden und sammlte wieder ein paar wertvolle Punkte. 

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Christina Rocha und die Organisatoren der EKZ Cross Tour, sehr coole Events!

 

EKZ Cross Tour #Eschenbach C1

13.12.2015

Mit gemischten Gefühlen ging ich an den Start. Ich wusste nicht so genau wo ich stehe. Ich habe wohl gut trainiert aber hat das auch funktioniert, dann kam das Techniktraining definitiv zu kurz, wie wird das auf dieser Strecke in Eschenbach wohl gehen, dies die Gedanken vor dem Start. Irgendwie ging es dann aber doch und wie :-), es gelang mir ein gutes Rennen auf einer technisch anspruchsvollen Strecke. Ehrlich gesagt bin ich mega happy mit dem Rennen und dem Resultat. Ein sechster Platz bei der Besetztung ist für eine Langstreckenspezialistin wie mich schon sehr gut und es macht mich auch etwas stolz. Zum Rennen, wie gewohnt hatte ich etwas Mühe in der schnellen Startphase, konnte mich dann aber gut nach vorne arbeiten. Definitiv zu meinen Gunsten war der schwierige "Brunox-Downhill", da konnte ich oft überholen und den Rückstand nach vorne verkleinern. Bei Rennhälfte hatte ich zwei nicht ganz so starke Runden, dafür waren die letzten zwei dann wieder prima. Völlig überrascht erreichte ich als sechste das Ziel. Gewonnen hat das Rennen Pavla Havlikova vor Eva Lechner und Sina Frei. Die Platzierungen vier bis sechs von Nicole Koller, Katrin Leumann und mir runden das tolle Ergebnis der Schweizerinnen ab. (gestartet 38, klassiert 33) danke EKZ Cross Tour für einen weiteren tollen Event auf internationalem Niveau!

 

 

EKZ Cross Tour #Hittnau C1

01.11.15

Bei schönstem Wetter startete ich in Hittnau in die Cross-Saison. Etwas später als letztes Jahr, ich brauchte einfach eine längere Pause um die Batterien zu laden. Ein grosses Damen Elite Feld machte sich auf den anspruchsvollen Rundkurs. Beim Start hatte ich grosse Probleme das hohe Tempo mitzugehen und so fand ich mich dann schnell im hinteren Mittelfeld wieder. Erst ab der dritten Runde fand ich meinen Rhythmus. So konnte ich noch einige Fahrerinnen überholen. Es machte trotz der imensen Anstrengung riesen Spass, Cyclocross ist einfach eine lessige Disziplin. Mit Rang 11 bin ich heute ganz zufrieden. Danke für den tollen Event. CXrocks

 

Saisonrückblick 2015

 

Die Saisonvorbereitung lief prima, mit Radquerrennen und Trainingslagern auf Mallorca schaffte ich es für das Andalucia Bike Race im Februar fit zu sein. Ich fühlte mich so stark wie noch nie und Esther Süss und mir gelang der Sieg an dieser Rundfahrt. Danach war ich aber sehr kaputt und die Erholungszeit bis zum Cape Epic war im Nachhinein für mich zu kurz. Wir, das heisst Hielke Elferink und ich, starteten wohl fulminant ins Cape Epic und erreichten am Prolog den für uns sensationellen dritten Rang. Wohl etwas vom Tollsten was ich bis jetzt erleben durfte. Ein weiterer dritter Tagesrang kam dazu bevor ich krank wurde. Die Folge war die Aufgabe nach dem vierten Tag. Trotzdem bleibt mir auch dieses Rennen in guter Erinnerung, denn Hielke und ich harmonierten einfach perfekt. Was nun aber folgte war hart. Ich erholte mich sehr, sehr lange nicht von den Strapazen dieser beider Rennen. Ich fuhr wochenlang unter meinem Leistungsniveau, in diese Zeit fiel auch die EM und die WM, leider. Doch dann kam ich endlich wieder in Schwung und wie. Mit dem BerGiBike in Fribourg ging es los, in Ischgl konnte ich den ersten grossen Sieg der Tagesklassiker feiern und von diesem Moment an konnte mich nichts und niemand mehr bremsen. Siege beim Montafon M3 Marathon, dann der mega dreier Eigerbike, Grand Raid Cristalp und Nationalpark Marathon. Dann bremsten mich meine alten Sitzprobleme wieder einmal aus. DNF in Sarnen und keine Teilnahme beim Swiss Epic waren die Folgen. Dann das letzte Aufraffen für das Saisonfinale in Einsiedeln. Ich war noch selten so froh, die Ziellinie überquert zu haben. Der Sieg der Schweizer Marathon Serie, war nun der perfekte Abschluss einer wirklich tollen Saison mit Höhen und Tiefen wie sie wohl nur der Sport bieten kann.

Es gilt danke zu sagen: Intercycle für das Vertrauen, Wheeler für das Material und Familie, Freunden, Trainer und den Teambetreuern, die bei Hitze, Regen und Sturm immer für unser Rennfahrerwohl sorgen. Respekt und Dank.

 

Ironbike Einsiedeln 2015

27.09.15

Der letzte Lauf der Swiss Bike Marathon Serie zählte für die Gesamtwertung, dies auch der Grund weshalb ich überhaupt noch aufs Bike stieg. Der Körper und auch der Kopf sind müde und meine Motivation war dementsprechend gering. Doch den Gesamtsieg der Serie konnte und wollte ich mir dann doch nicht durch die "Lappen" gehen lassen. Also ein letztes Mal in dieser Saison früh aufstehen, Griesbrei essen, die Nervostität spüren und ein paar Stunden leiden. Die Stimmung beim Start hatte etwas Mystisches, wir fuhren raus in den Nebel, der sich über Einsiedeln legte. Heute war es für mich ein taktisches Rennen. Das einzige Ziel war der Gesamtsieg. Esther Süss liessen wir von Beginn an weg ziehen, denn sie kam nicht in die Wertung um den Gesamtsieg und so war sie für uns Ladies, die um das Gesamte fuhren, für einmal völlig uninteressant. Ich suchte mir einen guten Rhythmus und fuhr die erste Steigung zusammen mit Nadia Walker (zweite in der Wertung), Florence Darbellay ( dritte der Wertung) war bereits etwas dahinter. Im steilen Anstieg von St. Mainrad zog ich das Tempo dann etwas an und schaffte es, Nadia abzuhängen. So gefiel es mir, alles unter Kontrolle. Ich versuchte mich immer wieder positiv zu motivieren, doch ehrlich gesagt klappte das nicht. Jeder Meter war zäh und meine Beine taten einfach nur weh. Normalerweise machen die Abfahrten immer Spass, doch auch dies war heute anders, denn ich wollte so wenig Risiko wie möglich nehmen, um ja keinen Defekt zu riskieren und so kroch ich mehr als dass ich es krachen liess. Nach dem Anstieg zur Wisstannen folgte die lange Fläche bis nach Oberiberg, da hatte ich mehr als Glück, denn Lucien Besancon mein Teamkollege, der heute neben Lukas Buchli sein letztes Rennen der Karriere fuhr, kam von hinten angebraust, ich hüpfte in den Windschatten und nahm das Geschenk dankend an. Der Aufstieg zum Adlerhorst ist nicht wirlich mein Lieblingsteil dieser Strecke, extrem steile Rampen und eine Tragepassage machen einem das Bikerleben schwer. Den Rest des Anstieges hoch zum Spirstock ist dann wieder angenehmer zu fahren. Die Abfahrt war ruppig wie immer. Ab der Ibergeregg folgt ein mühsames Auf und Ab und bei dichtestem Nebel musste man aufpassen, dass man auf der Strecke blieb. Der Downhill nach Brunni, war dieses Jahr extremst rutschig und ich entschied mich, vieles nicht zu fahren, um ja keinen Sturz zu riskieren. Jetzt wusste ich, wenn nichts mehr am Material passiert, habe ich den Gesamtsieg fast auf sicher und ab da nahm ich etwas Tempo raus. In Alpthal nahm ich dankend noch ein Cola mit auf die letzten 10 Kilometer und dann war es endlich geschafft. Die Saison 2015 ist beendet! Gratulation an Esther Süss, die das Rennen souverän gewonnen hat. Herzlichen Dank dem gesamten Team und den lieben Betreuern, die immer auf mich gewartet haben, merci! Ich bin mit meiner Saison sehr, sehr zufrieden, doch jetzt brauche ich dringend eine PAUSE!

O-Tour Obwalden

13.09.2015

Jede Serie findet irgendwann sein Ende. Gestern war es soweit. Nach einer mega Serie mit X Siegen in Folge gab es gestern ein DNF. Ich kämpfe seit zwei Wochen mit grossen Sitzproblemen. Diese sind der Grund des gestrigen Totalausfalls und auch der Grund weshalb ich beim Swiss Epic nicht starten kann. Jetzt heisst es Kräfte sammeln und in zwei Wochen in Einsiedeln nochmals auf die Zähne beissen, Saisonfinale!

Nationalpark Marathon Scuol

29.08.2015

Das Triple in zwei Wochen. Der fünfte Sieg in Scuol. Der sechste Sieg in den letzten sechs Rennen. Ich bin mehr als glücklich über diesen Lauf, denn ich weiss, es kommen auch wieder andere Zeiten, deshalb geniesse ich es jetzt umso mehr.

Heimrennen! Nervosität machte sich breit, denn zu Hause möchte man es ja noch besser machen als sonst. Ich war mir nicht sicher, wie gut ich mich von der letzten Woche erholt hatte und ging mit dem nötigen Respekt ins Rennen. Die Anfahrt zum Costainas gelang mir gut. Schnell hatte ich meinen Rennrhythmus gefunden und schlich mich von meiner Konkurrenz davon. Bereits im Aufstieg nach Döss Radond strahlte die Sonne mit voller Kraft vom Himmel, mir wurde schon gut warm... . Es folgte aus meiner Sicht der schönste Teil dieses Rennens, das Val Mora. Es war in mancher Hinsicht heute mein Highlight, ich hatte freie Fahrt, so konnte ich es ordenltich laufen lassen. Da die Sonne noch nicht ins Tal reichte, war die Luft frisch und kühl, so konnte mein Körper wieder auf Normaltemperatur kommen, herrlich! Der Aufstieg zur Alpisella ging besser als auch schon, doch ich freute mich schon im Aufstieg auf die Abfahrt. Doch so wirklich toll war das nicht. Dieses Jahr kamen diverse Biker und Hiker von der Gegenseite und man musste extrem aufpassen, dass niemand über den Haufen gefahren wurde. (Verstehe nicht, wieso Leute genau dahin gehen müssen, wo ein Rennen stattfindet...) In Livigno nahm ich etwas an Tempo raus, um mit vollem Elan dann in die Steigung zum Chaschauna zu starten. So wirklich mag ich diesen Berg nicht, das ist einfach immer eine Quälerei da hoch. Mein Ziel war folgendes, so viel fahren wie möglich, denn zu Fuss bin ich nicht die Schnellste. Es gelang mir wirklich gut und ich konnte bis zur Alp fast alles fahren. Motiviert wurde ich durch Sascha, der mich auf dem letzten Drittel zu Fuss begleitete, top! Dieses Jahr gab es auf dem Pass das erste Mal einen Bergpreis (auch für die Damen) finde ich super, herzlichen Dank! Die Abfahrt war nicht wirklich schwierig, bis zur Alp schlägt es einfach unheimlich, da wird einem bewusst, was so ein Bike alles aushalten muss. Ich freue mich immer riesig, wenn ich in S-chanf angkomme, da fühle ich mich zu Hause und alles ist mir noch mehr vertraut. In einem ewigen Auf und Ab geht es weiter nach Zernez. Es bildete sich eine kleine Gruppe, doch so richtig harmonisch war das nicht. Nach dem Anstieg in Zernez sprengte es die Gruppe und ich war alleine unterwegs. Das ärgerte mich wirklich sehr, zumal noch Gegenwindverhältnisse herrschten. Alles fluchen half nichts, da musste ich jetzt durch. Ich war froh, in Lavin angekommen zu sein, denn ab jetzt war es egal, ob man in Begleitung ist oder nicht. Ich schlug ein gutes Tempo an und Guarda kam immer näher. Ich freute mich schon so auf meinen letzten Bidon mit Cola. Die Hitze war mittlerweile unerträglich und ich musste mich zusammenreissen, um nicht in den nächsten Brunnen zu springen (in Guarda gab es drei :-) ). Nächstes Ziel Ftan. Da läuft es mir alle Jahre wieder kalt über den Rücken, wenn die Leute meinen Namen rufen und mich anfeuern, einfach nur schön, danke! Geschafft, ich habe mein Heimrennen zum fünften Mal gewonnen! Ich bin stolz und glücklich. Extrem freut mich auch der Sieg von Lukas Buchli (Teamkollege), so konnten wir das Triple realisieren!

Danke Werni, Delia, Michi, Sven und dem Team für die beste Betreuung auf und neben der Strecke!

Grand Raid Cristalp 2015

22.08.2015

Der Grand Raid Cristalp gilt als längstes und härtestes Mountainbike Rennen der Welt. Die Strecke von Verbier nach Grimentz vorbei an Hérémence, Evolène, Tyon-les-Colons, Veysonnaz, Nendanz und la Tzoumaz führt durch sechs Täler, ist 125 Kilometer lang und weist über 5025 Meter Höhenunterschied auf. Der höchste Punkt, der Basset-de-Lona, liegt auf 2792 Metern. Körperliche Top-Form und perfektes Material sind Grundvoraussetzung. Die fantastischen Landschaften der Walliser Alpenwelt begleiten uns auf der Fahrt. Als Belohnung winkt am Ende der Ruhm etwas Ausserordentliches gelesitet zu haben. (www.valais.ch)

Der Mythos dieses Rennens ist wirklich zu spüren. Um 0600 Uhr fuhr ich mit meinem Bike hinaus in die Dunkelheit. Dieses Rennen löst in mir immer eine gewisse Nervosität aus. Die Distanz ist das eine, die Höhenmeter das andere, es ist nicht einmal für Profis selbstverständlich das Ziel zu erreichen. Da kann so viel passieren. Doch ich war bereit, körperlich und geistig! Die Startphase war etwas unruhig, die Spanierin Claudia Galicia und die Niederländerin Hielke Elferink machten ordenltich Tempo, doch Sie fuhren keinen Rhythmus, mal schnell, mal wieder langsamer.... . Irgendwann hat mich das genervt und ich erhöhte meinerseits das Tempo um etwas Ruhe rein zu bringen. Als ich mich nach einigen Minuten umdrehte, bemerkte ich, dass gar niemand mehr bei mir war. Auch gut, so hatte ich etwas Luft und konnte konzentriert meinen Rhythmus weiter fahren. Ich fühlte mich sehr gut und erreichte ein Zwischenziel nach dem anderen. Vor dem Mandelon hatte ich etwas Respekt, da hatte ich vor zwei Jahren so meine Mühe, dementsprechend fuhr ich etwas vorsichtig in diesen langen Anstieg. Doch je länger es ging um so besser wurden meine Beine. Oben angkekommen folgt ein technisch anspruchsvolles Trailstück immer dem Hang entlang. Dort eröffnete sich ein Blick in die Walliser Gletscherwelt, unfassbar schön! Ohne grössere Probleme erreichte ich schliesslich Evolène. Der nächste Anstieg führt nach Eison. Dann beginnt der Anstieg in Richtung Pas de Lona. Bis dahin verlief mein Rennen beinahe perfekt, doch dies sollte sich schon bald gewaltig ändern. Ich bekam Magen-Darm-Probleme, ich versuchte es zu ignorieren, doch irgendwann war das nicht mehr möglich. Zwei Wanderer und eine Packung Taschentücher waren meine Rettung! Ich musste zwei Mal einen unfreiwilligen Boxenstopp einlegen. Ab da konnte ich nichts mehr essen und fast nichts mehr trinken. Ich kämpfte mich bis zur Alp und dann immer weiter hoch bis zur Laufpassage. Ich kroch mehr hinauf als dass ich lief. Zum Schluss kann man sagen "scheiss-glück" gehabt, dass es doch noch gereicht hat! 

Ein Traum ging heute in Erfüllung! Als ich 2004 das erste Mal beim Grand Raid am Start war, brauchte ich über 10 Stunden. Da hatte ich ja noch keine Ahnung was alles noch passieren würde :-). Heute hat sich ein Kreis geschlossen, verrückt!

Ich möchte mich an dieser Stelle einmal bei allen bedanken, die immer an mich glauben, den Betreuern die jedes Wochenende für uns da sind, dem Trainer, der Familie und meinen Freunden! Danke!

Eigerbike Challenge Grindelwald

16.08.2015
 
Das schöne Wetter der letzten Wochen hat sich verabschiedet. Grindelwald hat uns mit Regen, Nebel und kühlen Temperaturen empfangen. Nichts desto trotz war die Stimmung am Start gut. Um 0700 ging es los. Einmal durch das Dorf Grindelwald und immer weiter hinauf zur grossen Scheidegg. Nebel und Regen waren unsere Begleiter. Ich hatte nicht die allerbesten Beine, doch ich konnte mich schnell etwas absetzen und fuhr von da an ein einsames Rennen. Der Aufstieg zum Feld war anstrengend und etwas mühsam, ich war froh, endlich oben angekommen zu sein. Die Abfahrt war nicht ganz einfach, doch ich mag es ja, wenn es etwas technisch und rutschig ist. Das Highlight des Rennens war der Aufstieg zum Bord. Man hörte schon von weitem den Speaker und die Zuschauer mit den Glocken. Es kann noch so anstrengend sein, da geht mir immer das Herz auf. Danke, dass trotz des Wetters so viele Leute da oben die Fahrer angefeuert haben, toll! Nach weiteren Kilometern in einem Auf und Ab folgte der letzte lange Anstieg hoch zur kleinen Scheidegg. Etwa ab der Mitte des Aufstieges bekam ich etwas Motivationsprobleme, der Regen und der Nebel machten mir dann doch auch etwas zu schaffen und ich war einfach nur froh, endlich oben angekommen zu sein. Die Abfahrt  ging ohne Probleme, ich fuhr schnell aber kontrolliert und dann endlich die letzten steilen Meter hoch nach Grindelwald. Es war mein erster Sieg in Grindelwald und ich bin einfach nur glücklich darüber. Für alle Fahrer, Betreuer und Helfer war es ein anstrengender, nasser Tag. Danke!
 

M3 Montafon

1.8.2015

130 Kilometer, 4500 Höhenmeter! Schon etwas beängstigende Zahlen, doch wenn man erst einmal unterwegs ist, hat man keine Zeit mehr sich darüber Sorgen zu machen ;-).... . Da der M3 in diesem Jahr ein UCI Rennen war, hatte es auch in der Startliste klingende Namen mitdabei und mir war klar, das wird ein harter Tag. Bereits am ersten Anstieg wurde von Anni Hellstern und Sabine Sommer ein horendes Tempo angeschlagen, ich liess die beiden ziehen und konzentrierte mich auf mich. Kurz vor der ersten Abfahrt, war ich wieder an Sabine dran und distanzierte sie gleich in dieser. Anni die oben drei Minuten Vorsprung heruasgefahren hatte, holte ich noch vor Ende der ersten Abfahrt wieder ein, das überraschte mich schon etwas. Die Strecke war mittlerweile aufgeweicht, denn der Regen setzte viel früher ein als vorausgesagt. Mir war das aber eigentlich gerade recht, denn so wurden die Trails schwieriger zu fahren und die Kälte macht den anderen oft mehr aus als mir. Den zweiten Anstieg fuhren Anni und ich gemeinsam hoch. Nach einer einfachen Asphaltabfahrt folgte nun ein etwas mühsames Teilstück Richtung Silvretta Hochalpenstrasse. Anni forcierte bei jedem kleinen Hügel das Tempo, ich liess sie immer gewähren, denn ich wusste, nach der nächsten Abfahrt bin ich wieder an ihr dran. In einer schnellen Asphaltabfahrt nahm ich etwas zu viel Risiko und hatte prompt ungewollten Bodenkontakt, zum Glück ist nicht viel passiert. Ich konnte die entstandene Lücke schnell wieder schliessen. Als wir den Beginn des Aufstiegs nach Kopssee erreichten, startet Anni ihren nächsten Angriff. Jetzt musste ich die Karten ebenfalls auf den Tisch legen. Anni konnte wohl eine Lücke reissen, doch ich verlor nie den Glauben dass ich es noch schaffen konnte. Oben angekommen hatte ich eine Minute und 30 Sekunden Rückstand. Auf dem folgenden etwas flachen Abschnitt und der Abfahrt nach Wirl gab ich Vollgas. Als ich zu Anni aufgeschlossen hatte, wusste ich jetzt oder nie, ich startete meinerseits eine Attacke und drehte den Spiess um, mit Erfolg. Den Aufstieg zur Bielerhöhe drückte ich alles in die Pedale was mir zur Verfügung stand und so verschaffte ich mir schnell einen konfortablen Vorsprung. Es folgte die schwierige Abfahrt hinunter nach Partenen. Ich nahm bewusst wenig Risiko, denn ich wollte keinen Plattfuss riskieren. Wieder im Talboden angekommen galt es noch 16 Kilometer nach Schruns zurückzulegen. Es war wie ein Zeitfahren und ich konnte es kaum glauben, nach einem harten Fight konnte ich den M3 für mich entscheiden. Somit bin ich jetzt also die Silvretta MTB Queen :-), dies ist die Kombiwertung aus Ischgl und dem M3 im Montafon. Herzlichen Dank an Sylvia und Andreas von der Pension Mottabella in Gaschurn! Eure Gastfreundschaft ist aussergwöhnlich und ich fühle mich bei Euch immer wie bei Freunden, tausend Dank! 

Ironbike Ischgl

25.07.2015

Buuummmm! Endlich sind die guten Beine zurück. Sieg beim prestigeträchtigen Ironbike Ischgl! In den letzten drei Jahren nahm ich mir immer die lange Strecke vor und bin dann aber auf der Idalp immer auf die mittlere Runde abgebogen. Nicht so heute. Von Beginn an fühlte es sich heute gut an. Ich fuhr schnell, aber immer noch in der "Komfort - Zone". Nach der ersten Schlaufe Richtung Galtür konnte ich zu meinem eigenen Erstaunen meine Konkurrentinnen bereits distanzieren und kam mit 2,5 Minuten Vorsprung nach Ischgl zurück. Doch dann ging es ja erst wirklich los. Bis zur Idalp sind es schon einmal gut 1000 Höhenmeter die bezwungen werden müssen, dann nochmals 500 Höhenmeter via Idjoch zur Greitspitze (2800 m ü.M). Ein endlos erscheinender Aufstieg. Wenn man es geschafft hat, wird man mit einem tollen Panorama belohnt. Über einen technisch anspruchsvollen Trail geht es zur Alp Trida, es folgt ein kurzer aber heftiger Gegenanstieg, die Beine fühlen sich immer noch gut an. Es folgt eine rasante Abfahrt nach Laret. Ab Samnaun beginnt dann erneut das Leiden. Von ca 1800 m ü.M. in Samnaun geht es auf den Palinkopf auf 2860 m ü.M., da wird die Luft schon dünn :-). Ich wusste mittlerweile, dass mein Vorsprung auf über 10 Minuten angewachsen war, und so konnte ich es etwas ruhiger angehen. Es ist aber auf alle Fälle eine Tortour da hoch zu pedalen und ich war froh, oben angekommen zu sein. Was sicher auch ein Vorteil war, die "dünne" Luft in der Höhe machte mir überhaupt keine Probleme (ich trainiere ja meist in Höhen zwischen 1600-2500 m ü.M.). In der Abfahrt riskierte ich dann nicht mehr viel und im Ziel freute ich mich einfach riesig über ein gelungenes Rennen! Herzlichen Dank den Betreuern und meinem Begleiter auf dem Führungsmotorrad.

Rangliste: http://www.global-sportservice.com/results/2015/0725ischgl/

Engadin Radmarathon

12.07.2015

"Treten und Atmen. Manchmal kann Glück ganz einfach sein." (Stefan Schwenke) genau so habe ich mich heute morgen um 05:15 Uhr gefühlt als ich mich aufs Rad schwang und nach Zernez zum Start radelte. Um 07:00 Uhr ging es los. Ich fühlte mich gut und konnte ein flottes Tempo anschlagen. Ich hatte folgende Taktik im Kopf, nicht all zu schnell starten und Körner sparen, denn in Livigno kommt sicher wieder das ganze Feld zusammen. Ja, das war der Plan, doch der ging dieses Mal nicht auf, die Spitzengruppe bummelte nicht und zog durch :-). Egal, dann nehme ich halt die zweite Gruppe. Zusammen mit Emma Pooley nahmen wir Kurs auf die Forcla di Livigno. Ich hatte etwas Mühe wieder in einen guten Tritt zu kommen, ich mag das nicht wenn zwischendurch das Tempo so zusammen fällt und dann plötzlich wieder voll gefahren wird, typisch Strassenrennen ;-). Die letzte Steigung zum Berninapass fuhr ich in meinem eigenen Rhythmus. Oben angekommen hatte ich einen guten Begleiter der ein flottes Tempo anschlug, ich machte mich so klein wie möglich und genoss den Windschatten und erholte mich etwas. Bis Pontresina vergrösserte sich unsere Gruppe um einige Fahrer und so ging es mit viel Schwung in Richtung Zernez. Das "Kreiseln" funktionierte prima und es machte wirklich Freude. Ich wusste das Emma Pooley auf die grosse Runde gehen würde und so war es ganz entspannt und ich konnte meinen vierten Sieg auf der Kurzstrecke des Engadin Radmarathons einfahren. Mit Siegerblumen im Gepäck machte ich mich dann mit dem Rad wieder auf den Heimweg. 

Frigaz BerGiBike

28.06.2015

79 Kilometer und knapp 2500 Höhemeter von Fribourg nach Bulle, dies sind die Eckdaten des heutigen Rennens. Die Startphase war unglaublich hektisch und gefährlich, es dauerte auch nicht lange, passierte genau vor mir der erste Sturz. Ich konnte gerade noch eine Vollbremsung hinlegen, um die zwei nicht zu überfahren. Folge, ich war danach am Ende des Feldes, toller Start! Ich trat dann ordentlich in die Pedalen und kam relativ schnell wieder nach vorne. Dann nochmals einen komplett Stopp des ganzen Feldes, da das Führungsauto im Kreisel die „Orientierung“ verlor. Als wir dann endlich die Altstadt von Fribourg passiert hatten, ging es los. Das erste steile Stück hinauf zum Kloster wollte bezwungen werden. Ich hatte mir vorgenommen, zügig loszufahren, aber nie zu überdrehen. Es gelang mir prima. In einem welligen auf und ab ging es weiter immer dem La Berra entgegen. Im Aufstieg drin konnte ich einen guten Rhythmus und Speed anschlagen. Ich fühlte mich seit Langem wieder einmal richtig gut. Die Laufpassage oben auf dem La Berra hatte es in sich, dauert aber auch nicht allzu lange. Es reichte noch für einen Rundumblick, wunderschöne Gegend! Die Abfahrt von La Berra ist nicht ohne, es schlägt ununterbrochen und man muss wirklich aufpassen. Dann plötzlich blockierte mein Vorderrad, was war los? Ich traute meinen Augen nicht, der Umwerfer der DI2 Schaltung hing herunter, die Akkubox und das Stromkabel waren ab. Das durfte ja echt nicht wahr sein.... . Ok, einmal tief durchatmen und überlegen. Ich steckte alles so gut es ging wieder zusammen (zum Glück hatte jemand vor Ort Panzerband dabei) und fixierte alles in der möglichst richtigen Position mit Panzerband. Ich bekam noch den guten Tipp, ab jetzt nicht mehr zu schalten, hahaha, witzig! Die ganze Aktion kostete viel Zeit und so war aus einem guten Vorsprung ein Rückstand geworden. So hatte ich mir das heute natürlich nicht vorgestellt. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mich auf die Verfolgung von Ilona Chavaillaz zu machen. Als ich aufgeschlossen hatte, versuchte ich mich etwas zu erholen, denn in den nächsten 10 Kilometern wollte ich keine Attacke fahren, wir hatten zwei männliche Begleiter, die die Lücke sicher gleich zu gefahren hätten (Ilona ist da Lokalmatadorin ;-) und es war zu einfaches, offenes Gelände. Ich wusste vom letzten Jahr, dass etwas später eine Waldpassage kommt die einige Ecken und Trails hat, da wollte ich mein Glück versuchen. Da angekommen, setzte ich mich an die Spitze der Gruppe und setzte die Attacke, ich schaffte es weg zu kommen. So konnte ich das Rennen doch noch gewinnen und ich war echt happy. Was für ein Wunder, das meine „Panzerband Schaltung“ bis ins Ziel gehalten hat :-). 

Rangliste

Marathon SM Evolène

21.06.2015

Mit Bronze bin ich schon zufrieden, doch ich hätte gerne mehr gezeigt! Mein Plan A war es, mit Esther Süss und Ariane Kleinhans so lange wie möglich mitzugehen. Diesen Plan A verwarf ich aber bereits nach nur gerade zwei Kilometer im Rennen, ich hatte einfach nicht die Beine dazu. Dann schnell auf Plan B umschalten, eigenen Rhythmus fahren. So konnte ich den Abstand nach der ersten Runde noch so einigermassen in Grenzen halten. Die zweite Schlaufe hatte es in sich. Viele steile Rampen mussten bewältigt werden und so langsam machte ich mir viele Gedanken über dies und das, so verlor ich etwas den Rennrhythmus. Das kommt bei mir schon mal vor, wenn ich vorne niemanden sehe und gegen hinten auch niemanden sehe ... jetzt musste also auch noch Plan C ausgepackt werden: „ nicht zu viel denken, einfach fahren“. Als der letzte Anstieg geschafft war, freute ich mich so langsam über die Möglichkeit, die Bronzemedaille zu gewinnen. So kam dann doch nochmals etwas Freude auf und ich schoss über die Trails hinunter ins Tal. Dies war nach der Radquermedaille bereits die zweite Bronzene in diesem Jahr, wenn ich mir das so überlege, eigentlich ganz cool :-). Grautulation Esther Süss für den Titel und Ariane Kleinhans zu Silber.

Was hier noch zu sagen ist, mit meiner momentanen Form, macht es keinen Sinn, nächste Woche an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Um nur dabei zu sein, bin ich zu alt. Wenn ich teilnehme, will ich auch etwas erreichen. Next Stop BerGiBike.

 

Elsa Bike Trophy Estavayer-le-Lac

14.06.15

Gestern startete ich zum 1. Lauf der Swiss Bike Marathon Serie in Estavayer. 60 Kilometer und 1600 Höhenmeter sind jetzt nicht übertrieben viel, doch das ganze hat es in sich. Bereits der Start war unglaublich hektisch und nervös. Der Puls geht von der ersten Minute hoch ans Limit und das änderte sich bis ins Ziel nicht mehr. Die Hitze war auch enorm. Ich war dann wohl auch die Einzige im Feld, die auf Regen und eine Abkühlung hoffte, vergeblich. Ich kam ganz gut ins Rennen und dies stimmte mich optimistisch. Doch nach etwa 30 Minuten hatte ich einen Kettenklemmer und dies gleich doppelt, vorne und hinten gleichzeitig, das hatte ich bis jetzt also auch noch nie geschafft. Es war in einem denkbar ungünstigen Moment, doch aussuchen kann man sich so etwas ja eh nie ;-)... es brauchte massiven Krafteinsatz um das alles wieder hinzubekommen. Als ich wieder auf dem Rad sass kamen harte 10 Minuten, denn die Beine hatten vom Stehen richtig viel „Säure“ ausgeschwemmt und es tat mächtig weh. Da Ariane Kleinhans, die spätere Siegerin, bereits nach dem Start das Weite gesucht hatte, war der Zug nach vorne eh schon abgefahren, doch nach hinten sah die Sache etwas anders aus. Ich hatte den Überblick verloren und wusste nicht mehr genau wo ich mich im Damenfeld befand. Daher gab es jetzt nur noch Vollgas. Es lief dann bis zum Schluss ohne weitere Probleme gut und so freute ich mich über den zweiten Platz.

Next Stop CH-Meisterschaft in Evolene!

 

  1. Ariane Kleinhans 2:45:27 Team RECM
  2. Milena Landtwing 2:50:47 Wheeler- IXS
  3. Florence Darbellay 2:53:23 CC Littoral-Scott

beMC 2015

15.-17.05.2015

1 location   262 kilometer  3 days  7700 altimeter

1. Etappe 67km 2200Hm

Premiere, heute startete ich das erste Mal bei der Belgium Mountain Bike Challenge, einem dreitägigen Etappenrennen in den belgischen Ardennen. Die Beine fühlten sich noch nicht wirklich frisch an, doch Herz und Kopf freuten sich sehr auf das Rennen. Ich habe momentan ein paar Probleme mit meiner Erholung und mein Körper zeigt mir im Moment etwas die gelbe Karte. Deshalb ist hier in Belgien etwas Zurückhaltung angesagt. Dementsprechend starte ich heute nicht mit Vollgas ins Rennen. Gleich nach dem Start in La Roche-en-Ardenne durften wir eine steile Rampe in Angriff nehmen, Githa Michiels (die spätere Siegerin) und Pauline Ferrand-Prévot düsten gleich los wie die Raketen, ich hielt mich an meine Taktik und fuhr in meinem eigenen Tempo. Der Boden war von dem vielen Regen äusserst aufgeweicht, schlammig und rutschig. Ich mag diese Verhältnisse eigentlich auch nicht besonders, aber irgendwie liegen sie mir doch, denn so kann ich in technisch schwierigen Passagen und Abfahrten oft etwas Zeit gutmachen. Ich staunte nicht schlecht, als ich nach ca 27 Kilometern, plötzlich Pauline vor mir sah. Jetzt nur nicht überdrehen, einfach in meinem Speed weiterfahren und weg war ich, prima, jetzt einfach weiter immer hoch und runter, mal in einer Gruppe, mal alleine, immer näher dem Ziel entgegen. Nach 67 Kilometern und 2200 Höhenmeter war es geschafft. Ich bin mit meinem heutigen Rennen ganz zufrieden und freue mich über Rang zwei. 

2. Etappe 95km 2300Hm

Wie schon gestern, musste ich gleich nach dem Start Githa Michiels ziehen lassen. Ich fand einen guten Rhythmus und auch eine gute Gruppe. Die Jungs hatten mächtig Druck in den Beinen, ich musste mich rannhalten um nicht den Anschluss zu verlieren. Nach einer Stunde, konnte ich das Tempo nicht mehr halten und so war ich mehr oder weniger alleine unterwegs. Eigentlich kann man die heutige Etappe auch so beschreiben, "same, same but different" ein einziges auf und ab, links, rechts.... ich hatte nie auch nur den Hauch einer Ahnung wo wir uns eigentlich befanden :-) egal, nach einer Fahrzeit von 4:41:.. war ich wieder in La Roche-en-Ardenne :-). Es hat hier wirklich keine Berge, aber diese Hügel machen einen komplett platt. Morgen heisst es dann Endspurt 100km 3000hm

3. Etappe 100km 3000Hm

Die Königsetappe zum Schluss! Ich hatte etwas Respekt vor dem heutigen Tag. Beim Einfahren hatte ich Beine wie Blei. Nach dem Start ging es aber keine fünf Minuten und ich fühlte mich ganz wohl auf meinem "Eagle". Es lag vielleicht auch daran, dass wir für einmal 300 Höhnmeter am Stück hoch fahren durften ;-). Von da an befand ich mich in einer kleinen Gruppe Männer. Ignace Spruyt war einer davon, er schaute dass das Tempo regelmässig war und die Boys nicht über die Kuppen kickten. Irgendwann waren wir dann in Houffalize angelangt und wir durften die alte Cross Country Weltcupstrecke fahren. Uff, das ging mächtig in die Beine, brutal steil ging es da hoch.. zum Glück auch wieder so runter :-). Jetzt erkannte ich auch einige Streckenabschnitte wieder, die ich zwei Wochen zuvor beim Marathon hier abgefahren bin. Im Beschrieb zur heutigen Etappe hiess es, es würde eine Flussdurchfahrt geben, ohne Brücke. Ich dachte mir nicht viel dabei, wird wohl etwas nasse Füsse geben, aber easy... . Ich staunte nicht schlecht, als wir plötzlich am Uferende standen und gut gefühlte 100 Meter weiter drüben erst das andere Ufer war. Ein leises Fluchwort später stand ich bereits bis zu den Knie im Wasser. Das Wasser zog auch ordentlich und die Füsse mussten immer wieder einen festen Stand suchen. Immerhin, die Beine waren danach wieder sauber. Die letzten 15 Kilometer hatten es nochmals in sich, ein auf und ab mit sehr steilen Abschnitten verlangten mir nochmals alles ab. Rang zwei heute, bedeutet auch Overall den Zweiten. Ich bin zufrieden und der EM-Frust ist vergessen. Danke Sven für die Unterstützung.

1. Michiels Githa (Bel) Versluys Pro Mountain 13:02:25

2. Landtwing Milena (Sui) Wheeler Pro Team  13:25:00

3. Turpijn Laura (Ned) SBJ Bike Team             14:34:16

 

Marathon EM Singen

10.05.2015

Ich ging mit gemischten Gefühlen an den Start. Singen hat für mich nichts mit einem Bikerennen zu tun, es ist eher ein Strassenrennen mit 500 Meter Trail. Doch es war in diesem Jahr die Europameisterschaft, also Augen zu und durch. Leider hatte ich einen echt schlechten Start und nach 15 Minuten des Rennens war es für mich eigentlich bereits vorbei. Ich konnte das extrem hohe Tempo in der Startphase nicht mitgehen, dann war der Schnellzug bereits abgefahren... . Am liebsten wäre ich gleich ausgestiegen und wieder nach Hause gefahren. Doch dies erlaubte mir mein Kopf nicht. Nur weil man das schlechte Resultat scheut auszusteigen wäre zu einfach gewesen. Auch Niederlagen gehören im Sport und generell im Leben dazu, da muss man durch. "Der Wert eines Sieges, macht die Klasse der Gefallenen aus! Gehe nicht von Dannen als sei nichts gewesen. Komme zurück und gehe Heim nicht nur mit Spesen!" danke Schütz für diese Worte :-). Danke Betty Uhlich für die gemeinsame Fahrt, das war das einzig erfreuliche am gestrigen Tag.

Resultate

Roc d`Ardenne Marathon 

02.05.2015

Normalerweise stand an diesem Wochenende immer der Gardasee Marathon auf meinem Programm. Da ich das Rennen schon so oft gefahren bin und ich keine Lust mehr darauf hatte, suchte ich nach einer Alternative. In Houffalize fand ich diese, dazu ist es ein Rennen das zur UCI Marathon Serie gehört, also perfekt, Belgien ich komme!

Um 09:00 Uhr ging es für uns Damen los, wir durften 30 Minuten vor den Herren starten. Ich finde dies super, dann kann man sich nicht in den Windschatten der Herren verkriechen und man hat einen viel besseren Überblick über das Renngeschehen. Nun zurück zum Tagesgeschehen, gleich nach dem Start kam die erste belgische Wand (18%), oben angekommen, hatte sich das Feld bereits in X Teile zersplittert. Ich befand mich mit drei weiteren Fahrerinnen an der Spitze und so ging es auch die ersten Kilometer. Typisch für diese Gegend ging es nur hoch und runter, technisch teilweise wirklich anspruchsvoll und es machte Freude da zu Fahren. Schon bald waren wir nur noch zu dritt unterwegs, Anni Hellstern, Alice Pirard und ich. In einer technisch schwierigen Abfahrt konnte Anni uns dann nicht mehr folgen. Alice und ich arbeiteten bestens zusammen und so konnten wir schnell einen kleinen Vorsprung herausfahren. Dies lief dann so bis ca 20 Kilometer vor dem Ziel, jetzt musste ja dann mal etwas passieren... Kurze Zeit später versuchte Alice das erste Mal weg zu kommen, doch diesen Angriff konnte ich noch neutralisieren. Nun war der Fight um den Sieg eröffnet. 12 Kilometer vor dem Ziel nutzte Alice ihren Heimvorteil und attackierte, ich hatte keine Chance dagegenzuhalten und weg war sie. Das Renne war entschieden, ich bin mit meiner Performance aber wirklich zufrieden und freue mich über den zweiten Rang. Glückwunsch an Alice.

 

 
 

Marathon Münsingen 2015

12.04.2015

Ich entschied mich kurzfristig für den Start in Münsingen (Deutschland). Nachdem ich nach den Einsätzen in Andalusien und dem Cape Epic ziemlich müde war, entschied ich mich für eine Pause. Danach verbrachte ich viel Zeit daheim in den Bergen, ging auf Skitouren und ab und an machte ich ein Training auf dem Rennrad. In der letzten Woche kam aber langsam wieder die Lust, Rennen zu fahren. 

Die Startphase war schnell und hektisch und ich fühlte mich nicht wirklich gut. Die Beine wollten einfach nicht so richtig und es tat mir eigentlich auch alles weh. Zwischenzeitlich befand ich mich mal auf Rang sechs. Spass machte es mir auch nicht wirklich, denn wir fuhren alles nur auf breiten Schotterwegen, Trails waren Mangelware. Nach 25 Kilometern zündete dann endlich mein Turbo und es lief immer besser. Ich konnte Rang um Rang gut machen, doch bis nach ganz vorne reicht es knapp nicht mehr, genauer gesagt um ein paar Sekunden. Diese Runde ging an Anni Hellstern. Mein Fazit, es war jetzt nicht gerade ein berauschender Auftritt meinerseits, ich denke es braucht noch ein bischen Zeit, um wieder gut in Form zu kommen.

Absa Cape Epic 2015

Prolog 20km 600hm

Was für eine Kulisse für einen Prolog, Cape Town! Doch heute blieb keine Zeit für die schöne Umgebung, heute hiess es Gashahn auf, in die Hitze eintauchen und pedalen was geht. Die Strecke war technisch nicht sehr anspruchsvoll, die steilen Anstiege hatten es dafür in sich. Meine Partnerin Hielke Elferink (NED) und ich fanden schnell einen guten Rhythmus und so kurbelten wir bis an den höchsten Punkt. Da wir die Strecke am Vortag besichtigt hatten wussten wir um die eine schwierige Stelle im Downhill und so hatten wir keine Probleme. Wir düsten dem Ziel entgegen und rechneten so mit Rang 5-7. Die Überraschung war dann gross als wir erfuhren, dass es für Rang drei und somit das Podium gereicht hat. Die Freude war noch etwas grösser da der Prolog heute live übertagen wurde und wir so uns und unseren Sponsoren ein paar wertvolle Minuten im TV einbringen konnten.

1. Etappe 113km 2800hm

Noch gestern ging es von Cape Town weiter nach Elgin Oak Valley. Um 0700 Uhr fiel der Startschuss. Gleich zu Beginn mussten wir einen langen Anstieg bewältigen, wir entschlossen uns, nicht all zu schnell zu starten um hintenraus noch etwas Reserven zu haben. Die Temperaturen waren eigentlich recht angenehm da sich der Himmel immer mehr verdunkelte ahnte ich schon, dass es wohl bald auch noch nass werden würde. Nach einem weiteren längeren Anstieg folgte eine ruppige, mit Steinen verblockte Abfahrt und da passierte es, ich hatte am Hinterrad einen Plattfuss. Wir versuchten zuerst mit Nachpumpen, ok klappte. Doch nicht lange und schon wieder hatte ich platt. Jetzt versuchten wir es mit einem Plug, der Schnitt war aber zu gross und so blieb uns nichts anderes übrig als einen Schlauch zu nehmen (dies ist hier in Afrika immer schlecht, durch Dornen und spitze Steine hält das nie lange, deshalb fahren wir hier alle mit Dichtmilch in den Reifen). Wir kamen genau 500 Meter und dann zischte es wieder.... also wieder vom Rad, neuen Schlauch rein und jetzt auf das Beste hoffen. Von dem Moment an fuhren wir sehr vorsichtig und wir schafften es zur nächsten Techzone. Radwechseln und weiter gehts, wir lagen immerhin noch auf Rang 9. Doch das Pech verfolgte uns am heutigen Tag wirklich. Etwa 2 Kilometer später zischte es wieder und diesmal am Vorderrad. Jetzt war ich echt genervt, zum Glück reichte hier Nachpumpen. Nach X Stunden im Sattel beedeten wir die heutige Etappe auf Rang 7.

2. Etappe 92km 2300hm

Nach gestern wollten wir heute wieder zeigen was wir drauf haben. Was heute zu erwähnen ist, es herrschte ein sturmartiger Wind unglaublich, leichte Fahrer versetzte es bis zu zwei Meter wenn eine Windböe kam, verrückt und auch gefährlich. Hielke und ich harmonierten gut und liessen uns nicht aus dem Konzept bringen. Die Trails waren heute auch unglaublich toll, einfach nur Flow. Wir erreichten heute als 4tes Frauenteam das Ziel. Dies wurde später auf Rang drei korrigiert, da das Leaderteam abgekürtz hatte und eine Zeitstrafe bekam. Cool, dann ist das unser zweites Podest.

3. Etappe 128km 2300hm

Heute ging von Beginn an gar nichts bei mir. Ich fühlte mich so leer und meine alten Sitzprobleme machten sich leider wieder mehr als bemerkbar. Ich kämpfte mich bis zum ersten Waterpoint und wollte das Rennen bereits aufgeben. Durch die Unterstützung von Hielke und den Outcastfahrern Konny und Stiebi die zur gleichen Zeit da ankamen entschied ich mich es noch weiter zu versuchen. Ich hatte kalt und warm gleichzeitig und ich keuchte wie eine alte Dampflock die kurz vor dem "Abserbeln" ist. Ich konnte nichts essen und auch das trinken wollte nicht da bleiben wo es sein sollte. Ich weiss nicht wie aber wir kamen nach über 6,5 Stunden fahren ins Ziel. Ich war so etwas von game over!  Ich hoffe ich erhole mich irgendwie bis morgen. Danke an Hielke die mich nie im Stich gelassen hat und immer an meiner Seite fuhr.

4. Etappe DNF

Nach einer schlechten Nacht und Übelkeit am Morgen entschied ich mich schweren Herzens mit Hielke zusammen nicht mehr an den Start zu gehen. Ich hätte es nicht geschafft und es wäre nur schädlich für den Körper gewesen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Hielke, Hendrik, Lita, und dem ganzen Team Meerendal für die tolle und grosszügige Unterstützung bedanken. Ich hätte gerne mehr zurückgegebn. Alles in allem bin ich aber auch ein wenig stolz auf Hielke und mich mit den zwei Podestplätzen, das hatte niemand erwartet. Dies war mein letzten Cape Epic, dies entschied ich schon vor dem Rennen. Mir tut Afrika einfach nicht gut, ich war jetzt vier Mal am Start und bin nur zwei Mal ins Ziel gekommen. Jedes Mal hatte ich früher oder später Sitz-, und Magenbeschwerden. Jetzt erhole ich mich erste einmal und dann geht es im Mai in Europa weiter.

Andalucia Bike Race 2015

6. Etappe 56km 1300hm

Alles oder nichts! Die Startphase in Cordoba war wieder hektisch und wir mussten aufpassen, dass wir uns nicht aus den Augen verloren. Dies klappte alles ganz gut und wir waren guter Dinge. Plötzlich ein Knacks und mein Sattel schaute himmelwärts. Das konnte jetzt echt nicht sein, wir mussten bereits nach knapp 10 Kilometern vom Bike und dies reparieren. Unser Glück auch unsere härtesten Verfolger Zakelj/Galicia hatten einen Defekt. Da es in der Startphase passierte, wurden wir von unglaublich vielen Fahrern überholt und wir hatten keine Ahnung mehr wo wir standen. Jetzt hiess es Ruhe bewahren und nicht zu schnell dem Feld nachjagen. In den Trails war es jetzt mühsam, denn da konnten wir die langsameren Teilnehmer nur schlecht überholen. Esther war abermals eine super Unterstützung und so fuhr ich was mein Körper noch hergab. Gut 8 Kilometer vor dem Ziel hatten uns Zakelj/Galicia wieder eingeholt und dies dank tatkräftiger Unterstützung von männlichen Teamkollegen der Spanierin die mit Polar-Trek ein riesen Team dabei hatte. Von dem profitierten die schon die ganze Woche was so etwas von unsportlich ist. Leider wurde dies von dem spanischen Veranstalter nicht unterbunden oder bestraft. Als sie uns demonstativ mit ihren männlichen Bodyguards an der Front überholen, brannte mein Temprament etwas mit mir durch und ich war froh, dass Esther die Ruhe bewahrte. Jetzt nur nichts mehr riskieren, dann reicht es zum Sieg. Vor lauter Ärger quetschte ich noch das letzte Körnchen Energie aus meinen Beinen und dann hatten wir es geschaft. Heute reichte es zwar nur zu Rang sechs, was allerdings völlig sekundär war, denn wir holten den Gesamtsieg! Bin super stolz auf uns zwei. Wir harmonierten wunderbar als Team, es brauchte nur wenige Worte und jeder wusste was zu tun war. Danke Esther! Und merci an Intercycle für die Unterstützung. Jetzt muss ich mich erst einmal erholen, für mich war das Limit :-) pain is temprary, glory forever!

Andalucia Bike Race 2015

5. Etappe 86km 2300hm

Heute war der Start mitten in Cordoba. Es ging sehr hektisch zur Sache und es war mehr als chaotisch. In der Neutralisationsphase drückten alle von hinten nach vorne und es war sehr gefährlich. Im ersten 500 Höhemeter langen Anstieg hatte ich zu kämpfen. Als es in die Trails ging und etwas flowiger wurde ging es mir besser, ich fand so langsam meinen Tritt. Das Duo Zakelj/Galicia war von Beginn an an der Spitze und auch das Belgische Duo war weg. Diese holten wir allerdings nach etwa 30 Kilometer wieder ein und fuhren eine Weile gemeinsam. Nach zwei steilen Rampen konnten wir uns dann von ihnen lösen und jagten den Führenden hinterher. Esther hat mich wieder super unterstützt und mir gut zugeredet und so konnte ich extrem leiden und gab alles! Am höchsten Punkt ca 15 Kilomter vor dem Ziel hatten wir ca 2Min15Sek Rückstand, also alles noch im Grünen Bereich. Dies änderte sich dann etwas später rapide. Genau 5 Kilometer vor dem Ziel hatte ich einen Plattfuss, wir versuchten zuerst ob es nur mit Nachpumpen funktionert, Fehlanzeige, also das grosse Programm. Das Ventil klemmte und so langsam kam Hektik auf. Eine gefühlte Ewigkeit später konnten wir dann weiter fahren. Wir wussten, jetzt wird es knapp. Leider gehört das zum Sport aber es ist ja noch nicht alles verloren. Unsere Führung beträgt jetzt nur noch vier Minuten und fünfzig Sekunden. Wir werden morgen alles geben und kämpfen wie Löwen. Jetzt wollen wir den Sieg! Also alles oder nichts! Drückt die Daumen.

Andalucia Bike Race 2015

4. Etappe 50km 2000hm

Die heutige Etappe fand in Mancha Real statt. Die Eckdaten von heute klingen ganz vernünftig, doch da sollte man sich nicht teuschen lassen. Und genau so war es dann auch. Es ging extrem schnell los und etwas später wussten wir auch warum, es ging nämlich in einen Trail und zwar berghoch,  da hatten wir schon wieder Stau! Die Paarung Zakelj/Galicia machte das cleverer als wir, gingen sehr aggresiv in die "Schiebepassage" und zogen davon. Der erste Downhill war schon mal ein Vorgeschmack auf das was heute noch alles kommen würde, hammer! Vor dem heutigen längsten Berg konnten wir zu den Führenden aufschliessen, doch wir musste sie schon bald wieder ziehen lassen. Nun war das Ziel, den Schaden in Grenzen zu halten, Esther war eine gute Hilfe, sie motivierte mich immer wieder und so mühte ich mich den Berg hoch. Was folgte war Extraklasse, ein super schöner Trail, dies liess mich für kurze Zeit, die Anstrengung vergessen. Doch es kam nochmals ein Gegenanstieg und ich musste heute wirklich in den Lenkerbeissen. Die Schlussabfahrt war ebenfalls nochmals toll. Wir hatten im Ziel einen Rückstand von 00:01:23 also alles noch ok. Im Gesamtklassement führen wir mit gut 10 Minuten Vorsprung. Jetzt gut erholen und morgen greifen wir wieder an.

Andalucia Bike Race 2015

3. Etappe 70km 3000hm

Das Wetter passt bis jetzt ja bestens, was für eine weitere lange Etappe sicher gut ist. Denn heute ging es bis auf 1500m.ü.M und es ist ja erst Februar, es kann also bitter kalt werden. Unser Start war heute gut und wir konnten von Beginn an die Führung übernehmen. Am ersten langen Berg konnte man schlecht überholen, denn es ging einen Singletrail hoch. Der obere Teil der Abfahrt war soooo rutschig, dass es viele, darunter auch wir, vorzogen etwas zu schieben, denn ein Sturz wollten wir auf keinen Fall riskieren. Danach wurde es etwas flowiger und wir düsten wieder zügig dem Tal entgegen. Weiter ging es in einem auf und ab. Dann in Feedzone 2 verursachte unser Betreuer einen Auffahrunfall zwischen Esther und mir. Ich machte einen Abfang vom Bike und rammte mir die Pedale in die Wade. Zum Glück waren die Bikes noch ganz und so machten wir uns wieder auf den Weg. Was nun folgte war brutal, extrem steile Rampen mussten wir hochfahren und es wollte kein Ende mehr nehmen. Dann endlich ging es in den letzten langen Anstieg, da konnte ich wieder meinen Rhythmus fahren. Vom "Gipfel" konnten wir es dann fast nur noch laufen lassen, eine richtig schnelle highspeed Schotterabfahrt. Dann noch der letzte kleine Hügel und juhuii, wir konnten einen weiteren Tagessieg einfahren und die Führung im Gesamtklassement ausbauen.

 

Andalucia Bike Race 2015

2. Etappe 61km 2300hm

Um 10:00 ging es los. Wir mussten relativ weit hinten starten, da nach Zeit und nicht nach Rang eingestanden werden musste. Bereits nach wenigen Kilometern ging es in einen engen Trail und es gab einen riesen Stau! Nach diesem Gedränge war alles auseinander gezogen und ich hatte den Überblick komplett verloren. Das wichtigste war allerdings, dass wir beide wussten, dass sie hinter mir ist und so konnte ich einfach weiterfahren, denn sie würde mich bald schon wieder einholen. Beim ersten grossen Berg des Tages, holten wir zuerst die Dritten Ladies ein, dann die Gesamt-Leader Ladies und etwas später auch die Belgierinnen. Ich fühlte mich heute viel besser als gestern und ich fand einen guten Rhythmus den ich auch bis oben halten konnte. In der Abfahrt musste man echt gut aufpassen, denn durch den Nebel, beschlug es die Brille. Etwas weiter unten bogen wir in einen ewig langen, flowigen Trail ein, einfach nur wow. Das nun folgende Mittelstück war mir aus früheren Teilnamhen bei diesem Rennen bestens bekannt, dies war sicher ein kleiner Vorteil um Kräfte zu sparen. Am letzten langen Berg war es dann schwierig einen guten Rhythmus zu finden, denn es kamen immer wieder kurze Flachstücke, dann wieder steile Rampen, so war ich dann froh, endlich oben zu sein. Die Abfahrt war wieder der Hammer, technisch anspruchsvoll und trotzdem irgendwie flowig. Die letzten 10 Kilometer furhen wir schnell aber immer noch so, dass es nicht über dem Limit war. Wir freuten uns sehr über den Etappenerfolg, mussten aber noch warten ob es auch reicht, um Gesamtleader zu werden. Nach drei Minuten war klar, wir sind auch die Leader, sehr cool! 

Andalucia Bike Race 2015

22.2.-27.2.15 

1. Etappe 89km 3000hm

Was für ein Saisonauftakt! Gleich eine Köningsetappe um warm zu werden... 89 Kilometer 3000 Höhenmeter, eigentlich ja schon etwas bescheuert... . Der Start war schnell und hart und man musste sich echt rannhalten um dabei zu bleiben. Nach den ersten Höhemeter gab es auch die erste tolle Abfahrt und wir liessen es so richtig krachen. Nach einiger Zeit konnten wir zu den Spanierinnen ( den späteren Siegerinnen) aufschliessen, Esther machte das Tempo und so ging es nicht all zu lange und wir hatten bis dato führenden Belgierinnen (Githa Michiels und Alice Pirard) eingeholt. So fuhren wir eine ganze Weile zusammen. Als der längste Anstieg des Tages kam, bekam ich etwas Probleme das Tempo zu halten und so mussten wir die Spaniereinnen und etwas später auch die Belgierinnen ziehen lassen. Dann kam das nächste Problem, ich hatte wohl einen zweiten Bidon dabei, der hat sich aber so in den Halter gekeilt, dass ich den nicht mehr raus bekma, so hatte ich also nichts mehr zu trinken und schleppte die sch... Flasche als Zusatzgewicht einfach noch mit!!! Bei der nächsten Feedzone dann die Rettung, mit Manneskraft konnten wir nette Helfer der Konkurrenz die blöde Flasche entfernen. Jetzt ging es auch die letzten 20 Kilometer. Ich raffte mich nochmals zusammen und so kamen wir mit drei Minuten Rückstand als zweites Team ins Ziel. Die Belgierinnen hatten sich noch kurz verfahren wurden von uns aber zurückgerufen, sie verloren trotzdem zwei Minuten auf uns. Morgen ist ein neuer Tag und es gibt eine neue Chance. 

Schweizermeisterschaft CX Aigle

11.01.2014

Was für ein Tag, Bronze bei meiner ersten Radquer SM!

Die Strecke war durch den Regen schlammig, tief und rutschig geworden. Was am Vortag im Training noch fahrbar war, verwandelte sich im Rennen in schmierige Rutschbahnen, viel musste zu Fuss bewältigt werden. Ich erwischte nicht wirklich einen guten Start, dann in der zweiten technischen Passage gab es vorne schon den ersten Sturtz was zur Folge hatte, dass sich die erste grössere Lücke nach vorne auftat. In der zweiten Runde kam ich wieder an die Gruppe heran, doch dann patzte ich, Sturz und Kette raus. Ich muss zugeben, ich hätte mich heute das ein oder andere Mal ins "Fudi" beissen können, ich machte viel zu viele Fahrfehler. Als ich dann in der letzten Runde noch über meine eigenen Füsse stolperte (Gr.38 also nicht sehr gross... ) ärgerte ich mich sehr. Doch ich gab nicht auf und holte nochmals alles aus mir heraus und kam immer näher an Olivia und Katrin heran. Erst im letzten Drittel der letzten Runde konnte ich aufschliessen, nun musste der Sprint entscheiden. Es reicht noch zu Rang drei. Ich bin mega, mega happy und das Dauergrinsen geht fast nicht mehr weg. Gratulation an die Schweizermeisterin Sina Frei und die Vizemeisterin Olivia Hottinger. Die Jungen geben den Takt an, bravo!

Resultate:

http://radquer.ch/de/Event/Schweizermeisterschaften-Championnat-suisse20131125.html

UCI Weltcup Cyclocross Heusden-Zolder

26.12.2014

Weihnachten ist vorbei und schon geht es mit dem Crossen weiter. Am 25.12. um 04:15 machte ich mich vom Engadin auf nach Belgien. Unterwegs packte ich noch Christine Gegeckas zur Unterstützung mit ein. Die Zeit verging und wir kamen dem Ziel Heusden-Zolder immer näher, doch unser Autotank wurde immer leerer, nur kam irgendwie keine Tankstelle mehr. Als wir endlich eine Zapfsäule gefunden hatten, funktionierte zuerst die EC Karte nicht und dann passten in den 80 Liter Tank 79 Liter. Der erste Adrenalinkick hatten wir also bereits vor dem Rennen. Nach einem kurzen Stopp im Hotel machte ich mich auf zur Streckenbesichtigung. Die Strecke macht einen guten Eindruck. Sie ist wohl schwer, aber etwas einfacher als Namur. Ich fuhr mit einem guten Gefühl zurück ins Hotel.

Der Renntag begann gemütlich, da der Start erst um 13:30 Uhr angesetzt war. Auf dem Rennplatz angekommen, herrschte bereits gute Stimmung und es hatte viele Zuschauer. Ich musst wieder aus der hintersten Startreihe starten und gleich in der ersten Kurve verhakte sich das Pedal einer Konkurrentin in meinem Hinterrad, was wieder etwas Zeitverlust bedeutete. Nach der ersten hektischen Runde lief es mir immer besser. Ich konnte nun immer mehr Fahrerinnen überholen und der Kurs machte mir richtig Freude. Ich verlor wesentlich weniger Zeit auf die Spitze wie noch vor ein paar Tagen und so schaffte ich es auch auf die letzte Runde. Im Ziel läutete Rang 28 und 32 UCI Punkte. Sehr cool, ich bin sehr zufrieden damit. 

Danke Christine, Roman, Cederic und dem Team

UCI Weltcup Cyclocross Namur

21.12.14

Eigentlich fing alles ganz harmlos an, Jane Nüssli wollte mit mir das Velodux fahren. Die Idee fand ich super, nur brauchte ich dafür ja einen Crosser. Ok, ich überlegte und da kam mir Roman Jördens in den Sinn. Da war doch was, er hatte im Winter jeweils ein Crossteam am Start, da fragte ich nach, ob ich so ein Rad kaufen könnte. Es dauerte nicht lange und ich durfte für das CX Focus Team fahren. Es sollte nur als Winterausgleichstraining dienen, vier bis fünf Rennen wollte ich bestreiten. Doch dann kam alles anders, mich packte das Quervirus! Es kam wie es kommen musste, ich wollte wenigstens einmal nach Belgien, dass es dann gleich einer der schwersten Weltcup Rennen werden würde hätte ich vor ein paar Wochen noch nicht einmal zu denken gewagt. Am Samstag startete also die Mission erster XC Weltcup, die Reise ging nach Namur. Nach x-Stunden Autofahrt kamen wir an. Kurz im Hotel umziehen und ab auf die Strecke. Den Kurs hatte ich mir einige Male auf Youtube angesehen, in echt sah es aber viel spektakulärer aus und ich musste ab und zu leer schlucken, als ich die Abfahrten sah. Aaron, mein Teamkollege gab mir dann den entscheidenden Tipp, einfach nicht bremsen, dann hast du Grip, was im ersten Moment fatal klingt, war aber die Lösung! So ging ich guten Mutes von der Strecke und mit viel Vorfreude auf den Rennsonntag zurück zum Hotel. Dann war der Renntag da und aus Vorfreude wurde eine Mischung aus Nervosität, Motivation, Respekt und allen möglichen Gefühlen. Um 13:30 erfolgte der Start, 62 Starterinnen gingen auf die Strecke. Ich musste ganz am Ende des Feldes starten, da ich noch keine Punkte hatte. Es kam wie es kommen musste, gleich vor mir legte sich eine Mitstreiterin auf den Boden, hektisch ging es weiter und es bildete sich gleich der erste Stau. In der ersten Runde konnte ich nur warten bis sich alles auseinander gezogen hatte. Dann ab der zweiten Runde konnte ich mit der Aufholjagd beginnen. Die Abfahrten gingen ganz gut, doch es gibt da schon noch einiges zu lernen. Ich verliere zu viel Zeit beim hopp off hopp on, die Beschleunigung aus den Kurven und auch das Laufen sind noch nicht wirklich gut, doch der Motor und die Motivation sind bestens. Und es ist wie überall im Leben, man muss von den Besten lernen um besser zu werden  und deshalb bin ich der Meinung man muss auch einmal unten durch um oben anzukommen. Leider kam ich als erste in die 80% Regel was bedeutete, dass ich vorzeitig aus dem Rennen genommen wurde und die Schlussrunde nicht mehr fahren durfte, es fehlten wenige Sekunden. So beendete ich mein erstes grosses Rennen auf Rang 40. 

Es war ein tolles Erlebnis bei den radsportverrückten Belgiern, next stop Zolder...........

EKZ Cross Tour Eschenbach C1

14.12.14

Wiedereinmal durfte ich aus der letzten Startreihe starten. Ich versuchte möglichst schnell ein paar Ränge gut zu machen, dies hat auch funktioniert, nur geht da immer sehr viel Engergie verloren. Irgendwann konnte ich dann zu Olivia Hottinger aufschliessen. Die Abfahrt hatte es heute in sich und ich habe das nicht wirklich gut hinbekommen, ich hatte auch ungewohnt viel Bodenkontakt. Danach musste ich jeweils wieder die entstandene Lücke zu Olivia schliessen. In der vierten von acht Runden bekam ich dann plötzilich starkes Seitenstechen. Dies hemmte mich in den nächsten zwei Runden extrem und ich konnte den hohen Rhythmus nicht halten. Die letzten zwei Runden gingen dann wieder besser und ich beendete das Rennen auf Rang acht. Trotzdem war es ein tolles Rennen.

Resultate

Rang Nachname/Vorname Nat. Team/Club Zeit/Rückstand
1 CHAINEL Lucie FRA EC Stephanois 00:48:39
2 ANTONNEAU Kaitlin USA Cannondale/Cyclocrossworld.com + 00:00:26
3 LECHNER Eva ITA Colnago Südtirol + 00:01:19
4 FREI Sina SUI jb Felt Team + 00:02:21
5 HENZELIN Lise-Marie SUI CC Littoral / Cycles Prof + 00:02:43
6 SPITZ Sabine GER Sabine Spitz HAIBIKE Pro Team + 00:03:26
7 HOTTINGER Olivia SUI GRAB Offroad Cycling Team + 00:04:06
8 LANDTWING Milena SUI Focus CX Team + 00:04:50
9 LEUMANN Katrin SUI Ghost Factory Racing + 00:05:08
10 HANSELMANN Nicole SUI bigla cycling team + 00:06:08
11 PERRY Laura FRA CC Etupes + 00:06:28
12 EBINGER Franziska SUI Radsport Lafranchi Madiswil + 00:06:56
13 VAXILLAIRE Stéphanie FRA PS Semur + 00:07:36
14 NÜSSLI Jane GBR   + 00:08:06
15 GLAJZOVA ERIKA  SVK Slovakia National Team  
16 KLOPPENBURG Margriet DEN    
17 GYSLING Mirjam SUI BH-Cycling-Team  
18 BARHOUMI Zina SUI rsc aaretal münsingen  
19 WITLOX Lizzy NED T.W.C. Tempe - Bruns, Veldhoven  
20 HANESOVA Livia SVK Slovakia National Team  
21 GLAUS Flurina SUI Thömus Racing Team  
22 KUKULOVA Martina CZE Stevens Bike -Emilio Sport  
23 BERNHARD Lydia GER VC Hohentwiel Singen  


Gemeldet 29
Gestarted 29
Klassiert 23

 

nat. Radquer Sion

07.12.14

Nach einer kleinen Weltreise einmal quer durch die Schweiz kam ich am Samstag im Wallis an. Ich wollte schon einmal die Strecke abfahren, doch leider war der Kurs noch nicht fertig ausgesteckt. Immerhin die Schlüsselstellen konnte ich fahren. Weiter ging es nach St.German wo mein Nachtquartier war. Punkt 06:00 Uhr wurde ich unsanft geweckt, dies nicht etwa wegen meines Weckers, nein, netterweise hat die Kirchenglocke drei Minuten lang den Sonntagmorgen eingeleutet.... . Als ich das Haus verlassen wollte, dann die nächste Überraschung, ich kam nicht mehr raus, es war abgeschlossen und ich hatte keinen Schlüssel. Zum Glück kam ich über den Garten raus, das wäre das Beste gewesen, ein Ausflug ins Wallis und dann eingesperrt. Ich habe es dann doch noch bestens nach Sion geschafft. Dort ging ich gleich auf die Strecke um alles gut zu besichtigen. Um 13:15 ging es los, ich kam gut weg und klemmte mich gleich an das Hinterrad von Olivia Hottinger, schnell hatten wir uns etwas vom Rest des Feldes abgesetzt. Alles lief bestens für uns, doch dann viel bei mir die Kette runter und ein paar Sekunden später gleich nochmals, was für ein Ärgernis! Im Moment plagt mich etwas die Defekthexe. Ich schaffte es gerade noch vor dem Feld in die Abfahrt. Die Motivation hat schon etwas gelitten doch ich wollte nichts anbrennen lassen und drückte nochmals aufs Gas um den zweiten Platz ins Ziel zu bringen! Etwas enttäuscht aber es gibt schlimmeres :-)

  1.  Hottinger Olivia
  2.  Landtwing Milena
  3.  Gysling Mirjam

Flückiger Cross Madiswil

16.11.14

Heute musste ich wieder einmal etwas Lehrgeld bezahlen. Der Boden war extrem tief und schlammig, also etwas Neues für mich. Bereits beim Besichtigen der Strecke war mir klar, das wir heute eine harte Sache. Die Abfahrt hatte es ebenfalls in sich. Ich entschied mich heute für eine defensive Fahrweise, denn ich war mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache und eine Erkältung erschwerte mir zusätzlich das Leben. Beim Start ging es wie immer schnell los und ich musste mich behaupten. Ich fuhr an dritter Stelle die erste Runde. Olivia, die spätere Siegerin, konnte sich schon etwas absetzten. Da ich etwas eingeklemmt war, konnte ich nicht nachsetzen. Diesem Rückstand lief ich bis zum Schluss hinterher. In der zweiten Runde konnte ich die zweite Position einnehmen und der Abstand nach vorne wurde immer weniger. In der letzten Runde nahm ich dann etwas zu viel Risiko in der Abfahrt und beim Sturz verbog es mir den Lenker. Nach zweimaligem richten war der Zug nach vorne natürlich längst abgefahren, doch nach hinten hatte ich zum Glück genügend Luft. So freute ich mich heute sehr über den zweiten Rang. Gratulaion an Olivia Hottinger.

Rangliste

Rang Nachname/Vorname Nat. Team/Club Zeit/Rückstand
1 HOTTINGER Olivia SUI GRAB Offroad Cycling Team 00:39:40
2 LANDTWING Milena SUI Focus CX Team + 00:00:40
3 EBINGER Franziska SUI Radsport Lafranchi Madiswil + 00:01:13
4 HANSELMANN Nicole SUI bigla cycling team + 00:01:44
5 FUMAGALLI Mara   Selle SMP Dama MERIDA + 00:01:57
6 WÜTHRICH Svenja SUI The Fighters Wallisellen + 00:03:48
7 NIEDERBERGER Fabienne SUI P.B. Bulle + 00:06:08
8 BARHOUMI Zina SUI rsc aaretal münsingen + 00:07:36
9 GLAUS Flurina SUI Thömus Racing Team + 00:08:01
10 MARK Jennifer FRA UCBH Saint Avolf + 00:08:36
11 OVERNEY Corinne SUI BH-Cycling-Team + 00:10:43

Red Bull Velodux

8.11.14

Was für ein tolles Rennen! Zutaten: schöne Location, le Main-Start, Zweierteams, ein Schloss, 104 Treppen, ein paar Schlammlöcher, eine Horde begeisterte Radquerfahrer Resultat: Red Bull Velodux Estavayer!

Zusammen mit Jane Nüssli wagte ich mich in die Arena der Glatiatoren. Jane übernahm den le Main-Start und meisterte diesen bestens. Ich wartete in der Box bis ich endlich zum Zuge kam, mit Vollgas machte ich mich auf den Weg. Zuerst über einen Holzparcour, weiter durch Schlamm und Dreck, die Treppe hoch zum Schloss und weiter durch die Altstadt von Estavayer. Dann das Highlight der Strecke, 104 Treppen runter!! und dies mit dem Quervelo, das nenne ich ein echter Materialcheck! Weiter durch Dreck und Wald hinunter zum See, eine letzte Kurve und dann heisst es wieder für Jane, Zähne zusammenbeissen, Puls an den Anschlag und hopp.... Diese Spiel geht so weiter, bis die Rennzeit von 40 Minuten vorbei ist. Rang 4 für ein Newbie und ein Gladiator in Rente :-), Daumen hoch und weiterleben. Dies setzten wir bei der Red Bull Party gleich in die Tat um, da waren die Kräfteverhältnisse dann umgekehrt ;-)

http://www.redbull.com/ch/de/bike/stories/1331689659033/red-bull-velodux-das-video

 

 

EKZ Cross C1 Hittnau

2.11.14
 
Mein erstes C1 Rennen im Cross, nervös wie immer und dazu noch voll motiviert. Erstaunlicherweise kam ich heute gar nicht so schlecht weg beim Start und der Marathon Diesel zündete den Turbo. Vorne setzte sich eine dreier Gruppe ab, ich befand mich in einer weiteren dreier Gruppe dahinter. In der dritten Runde konnte ich meine zwei Begleiterinnen distanzieren und fuhr nun auf dem vierten Rang. Ich hatte ein gutes Gefühl in den Beinen und je länger das Rennen dauerte, desto besser kam ich in Schwung. Doch dann war es von einer Sekunde auf die andere vorbei, mein Schaltwerk war gebrochen und abgerissen…! Die Wechselzone fast eine ganze Runde entfernt. Keine Chance zum Rennen, also aus und vorbei. Ich muss zugeben, es hat mich schon sehr geärgert, hätte gerne gezeigt, was ich kann. 
 
 

Int. Radquer Steinmaur

26.10.14
 
Aufgeregt wie selten stand ich in Steinmaur an der Startlinie. Die Ladies fuhren los, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich kam nicht so schnell in die Gänge und fuhr als eine der letzten in die erste Kurve. Ich konnte mich schnell etwas vorarbeiten und fuhr dann so an sechster Stelle. Der erste hop off hop on ging mächtig in die Hose und ich rutschte samt Velo und Knie in die Bretter ;-), musste also etwas Lehrgeld zahlen. Danach lief es immer besser, zuerst  schüttelte ich die Französin Eva Colin ab und schloss etwas später zu Olivia Hottinger auf. In der letzten Runde hatte ich zum Glück die Nerven lange genug zu warten, um dann aber mit allem was mir zur Verfügung stand, eine Attacke zu setzen. Zuerst konnte sie noch mein Hinterrad halten, als ich nochmals etwas zulegte, war das Loch offen und ich ging an mein Maximum. Ich schaffte es noch aufs Podest. Herzlichen Dank an Stephan Schütz, Andrea Ming, Fam. Lienhard und Cederic! Ihr habt mir den „Quereinstieg“ vereinfacht ;-)!
 
  1. Sina Frei (SUI)
  2. Lisa Heckmann (GER)
  3. Milena Landtwing (SUI)

Radquer Riken/Murgenthal

18.10.2014

Nach zwei Wochen Ferien melde ich mich zurück. 

Ich habe mich entschieden, diesen Winter ein paar Radquer-Rennen zu bestreiten. Für den Einstieg habe ich mir ein Rennen des Quer-Cup ausgesucht. Nun war es also so weit, ich war ziemlich nervös da ich keine Ahnung hatte, was mich erwartete. Um 13:00 fiel der Startschuss, ich kam für meine Verhältnisse gar nicht schlecht weg. Die erste Passage im Wald verlief ganz gut, doch kurze Zeit später passierte mir ein Missgeschick und die Kette war draussen. Ich verlor etwas an Zeit. Der erste „hop off hop on“ klappte gut und schon war ich wieder an der Spitze dran. Bei der Laufpassage konnte ich die Führung übernehmen, ab da war ich alleine unterwegs. Vier Runden mussten wir fahren und es hat mir so richtig viel Spass gemacht und ich freue mich auf mehr.

Saisonrückblick 2014

Resultate 2014

Gesamtsieg Schweizer Marathon Serie

(4 Siege/ 1 Zweiter und 1 Dritter Rang)

Rennen 16 (davon 4 Etappenrennen)

9 Siege

3 Zweite

1 Dritter

1 Vierter

2 DNF

37 Renntage

Länder: Südafrika/Spanien/Deutschland/ Österreich/ Italien/ Schweiz

Highlight sollte eigentlich die WM in Südafrika werden, doch ausgerechnet da wurde ich krank, die wohl grösste Enttäuschung meiner bisherigen Rennzeit. Ein Highlight war dann aber der Sieg beim Nationalpark Marathon Scuol die Alpentour in Schladming und der Gesamtsieg der Schweizer Marathon Serie. Es war eine meiner besten Saisons daher war es eigentlich ein Highlight von Februar bis September, mit einem kurzen aber tiefen Tief im Juni bei der WM.

Ich möchte mich bei allen bedanken die mich unterstützt haben, vielen Dank!

Eure Milena

Iron Bike Race Einsiedeln

28.09.2014
 
Saisonfinale bei tollstem Wetter!
Die ganze letzte Woche war zäh und ich hatte das Gefühl, mich von den Strapazen des Swiss Epic nicht zu erholen. Dementsprechend unmotiviert war ich für Einsiedeln. Am Start dachte ich nicht, dass ich es bis ins Ziel schaffen würde. Doch für das, dass ich eigentlich nur nach Willerzell fahren wollte, kam ich ziemlich weit :-). Ich legte mir eine spezielle Taktik zurecht, langsam starten, Esther Süss fahren zu lassen und nie an die Leistungsgrenzen gehen. Das klappte von Beginn an gut und ich schlug ein sehr moderates Tempo an. Das Wetter war perfekt und die Aussichten am heutigen Tage gigantisch! Da sich Körper und Kopf eigentlich ganz gut anfühlten, entschied ich mich in Willerzell weiter zu fahren, zumindest einmal bis ins Euthal. Der Aufstieg zur Sattelegg ging gut und es folgte die alle Jahre gleich blöde Abfahrt über die extrem rutschigen Holztremmel, eine sumpfig, rutschige Angelegenheit. Mehr schlecht als recht zirkelte ich mich und mein Bike durch diese Passage. Weiter ging es hinunter ins Euthal. Der Anstieg hoch zur Wisstannen war ohne Probleme verlaufen, die Abfahrt nach Studen schnell vorbei. Weiter ging es im Talboden bis nach Unteriberg. Nun folgte das härteste Stück Arbeit vom heutigen Tag, der lange Anstieg hoch zum Spirstock. Bereits der Einstieg hat es in sich, bis nach Obriberg geht es steil hoch, dann kurz durchatmen und weiter immer steiler und steiler hinauf Richtung Adlerhorst. Da hoch muss man das Bike das erste Mal an diesem Tag tragen. Weiter geht es sehr moderat bis zur Fuederegg. Den Spirstock kann man jetzt bereits sehen und in einer relativ gleichmässigen Steigung kommt man dem Gipfel immer näher. Doch auch da heisst es nochmals das Bike buckeln. Oben angekommen, muss man sich gleich wieder konzentrieren, denn es folgt die ruppige Abfahrt über die Sternenegg bis nach Ibergeregg. Eine Gegensteigung und weiter geht die Abfahrt über die Holzegg nach Brunni. Nun folgt ein weiterer Anstieg hoch nach Bodenfang. In Alpthal kann man Einsiedeln schon fast riechen, doch es gilt noch ein letzter Anstieg hoch nach Striechen zu bewältigen. Die Zieleinfahrt über den Klosterplatz ist immer wieder ein tolles Erlebnis. Herzliche Gratulation an Esther Süss für den Sieg. Ich war mehr als glücklich über den zweiten Platz. Das Podium komplettierte Nadja Walker als Dritte. 
 
Ich bin das erste Mal alle 6 Läufe der IXS Classic gefahren. Mit vier Siegen, einem zweiten und einem dritten Rang konnte ich die Gesamtwertung zu meinen Gunsten entscheiden. 
 
 
 

Swiss Epic

5. Etappe Grächen - Zermatt 65 Kilometer 2400 Höhenmeter

Nochmals früh aufstehen, das Frühstück irgendwie runter bringen, nochmals auf den Sattel sitzen und nochmals einige harte Kilometer und Höhenmeter bewältigen. Um 0730 Uhr fiel der Startschuss, es folgte die gleiche mörderische Rampe wie am Tag zu vor. Heute kam ich nicht so gut weg und verlor einige Plätze, dies machte sich dann im ersten langen Downhill bemerkbar. Wir konnten nicht flüssig über dir Trails surfen da schon zu viele Leute im Trail steckten. Es folgte ein kurze Fläche nach Täsch. Von da an, ging es über Stock und Stein, hoch und wieder etwas runter bis nach Zermatt. Doch wir waren noch lange nicht im Ziel, jetzt folgte der Anstieg hoch zur Sunnegga, da konnte man es das erste Mal sehen, das Matterhorn, echt fantastisch! Doch viel Zeit blieb nicht um die schöne Aussicht zu geniessen, nach einer kurzen Abfahrt folgte der Anstieg zur Riffelalp. Die Abfahrt hatte es in sich und so musste ich das erste Mal in dieser Saison zu Boden, so weit ist aber nicht`s passiert. Nun kam heute für mich der schwierigste Teil, hinauf bis nach Schönbühl, meine Kräfte schwanden rapide und ich sehnte mich nur noch nach dem Ziel. Endlich hinten im Tal angekommen ging es in den nächsten Trail, doch es ging nicht etwa nur runter, nein, es gab noch eine knackige Laufpassage. Dann fünf Kilometer vor dem Ziel, hatten wir die grösste Schrecksekunde der ganzen Woche. Ich hängte im Vollspeed mit dem Pedal an einem Stein an und es spitze mich von jetzt auf gleich in den Boden. Bärti wählte die harte Variante, setzte mich wieder aufs Bike und meine nur, los weiterfahren ;-), also blieb mir nichts anderes übrig als gleich wieder aufzusitzen und weiter zu Fahren. Meine Hüfte hat einen heftigen Schlag abbekommen und jede weitere Pedalumdrehung tat einfach nur weh, aber das Ziel war ja bereits zum Greifen nahe. Noch drei, zwei, eine Kurve und es war geschafft! Tages und Gesamtsieg bei der ersten Austragung des Perskindol Swiss Epic! Danke Bärti Bucher, du warst ein toller Partner und danke dem Team, Tom, Markus und Erich für eure tägliche Unterstützung.

Swiss Epic

4. Etappe Grächen - Grächen 75 Kilometer 3300 Höhenmeter

Der Veranstalter nennt die Etappe heute Königsetappe, ich hatte eigentlich seit dem ersten Tag immer das Gefühl es sei die Königsetappe, doch sie schaffen es jeden Tag aufs Neue uns ans Limit zu bringen. Bereits die ersten 200 Höhenmeter nach dem Start hatten es in sich, unglaublich steil. Dann folgte eine coole Abfahrt bis weit ins Tal hinunter. Es folgte ein sehr langer Anstieg, zuerst angenehm auf Asphalt, zum Schluss war es wieder einfach nur extrem steil. Doch was dann kam entsprach voll und ganz meinem Gusto, ein 12 Kilometer langer Trail hinunter ins Tal. Meeeega! Weiter ging es ausnahmsweise mal etwas flach :-). Dann folgte der erste Teil des nächsten Anstieges, gespickt mit einem Höhentrail bis nach Kalpetran. Dort füllten wir unseren Bidon nochmals auf, denn ab jetzt ging es nur noch hoch. Zuerst kräftezehrend, wellig auf einem Trail bis nach St. Niklaus. Nun kam eine eigentlich angenehm zu Fahrende Asphaltstrasse, die sich immer weiter den Berg hoch schlängelt, doch ich war einfach nur noch müde und das Ziel wollte und wollte nicht kommen. Zum Dessert kam dann noch eine 500 Meter lange, extrem steile Schiebepassage! Doch dann endlich, das Ziel war zum greifen nahe, noch ein paar Meter und wir hatten es geschafft, erneuter Etappensieg und die Gesamtführung ausgebaut. Glücklich!

Swiss Epic

3. Etappe Leukerbad - Grächen 61 Kilometer 3000 Höhenmeter 

Heute war es von Beginn an zäh, das amerikanische Kenda Team machte von Beginn an Druck. Leider schob er sie von Anfang bis zum Etappenende. Wir kämpften uns zwar immer wieder heran, denn in den Abfahrten waren wir deutlich schneller unterwegs. Doch es kostete viele Körner und auch mental war das Ganze nicht ganz leicht zu verkraften. Als es in den letzten extrem steilen Anstieg hinauf nach Grächen ging konnten wir nicht mehr folgen und mussten unseren eigenen Rhythmus fahren, wir betrieben Schadenbegrenzung und kamen mit 3.5 Minuten Verspätung als 2. ins Ziel.

Swiss Epic

2. Etappe Leukerbad -Leukerbad 67 Kilometer 2800 Höhenmeter

Nach dem neutralisierten Start ging es gleich recht steil hoch, bei einem Felsband mussten wir ca 10 Minuten einen Felsweg hochschieben, sehr eindrücklich! Danach ging es rasant in den ersten richtig langen Downhill des heutigen Tages. Wir konnten gleich zu Beginn einige Teams überholen und so hatten wir freie Fahrt bis ins Tal, mega Trail! Es folgte die ein längeres Auf und Ab auf einem Trail bis es dann nochmals etwas länger hoch ging. Nun folgte das Highlight vom heutigen Tag, die Überquerung der Bhutanbrücke, echt spektakulär! Nach einem Flachstück folgte das grösste Hindernis des Tages, 1600 Höhenmeter am Stück hoch zum Torrent. Es war brutal, ich musste wieder etwas fluchen, zum Glück steckt das Bärti immer gut weg ;-). Ein Aufstieg bis fast zum Himmel! Eigentlich eher verkehrte Welt, oben war heute die Hölle! Dann endlich der ersehnte Downhill, aber leider kamen noch ein zwei kleinere Gegenanstiege, dann endlich Leukerbad wir kommen mit Vollgas, immer schön die Bremse offen lassen und schon waren wir unten :-). Juhuiii wieder den Tagessieg geholt.

Swiss Epic

1.Etappe Verbier-Leukerbad 95 Kilometer 3000 Höhenmeter

Heute fühlte ich mich etwas besser als gestern, ich fuhr von Beginn an ein gutes aber nicht zu schnelles Tempo. Nach den ersten 800 Höhenmetern folgte die Abfahrt, Teils auf Trails, der Rest auf Schotter. Es folgte ein Abschnitt der auch am Grand Raid Cristalp gefahren wird, ein Vorteil, wenn man in etwa weis was einen erwartet. Dann folgte der erste Abschnitt entlang der im Wallis bekannten Suonen, runter lief es wunderbar. Als der Wechsel auf die andere Talseite erfolgte, musste ein längeres Stück in der Fläche mit Gegenwind gefahren werden, zum Glück hatte ich Bärti an meiner Seite, der da die Führungsarbeit bravurös meisterte. Nun folgte ein anstrengender Anstieg, sehr steil immer weiter hoch, wo wir waren weis ich ehrlich gesagt nicht, es ging einfach nur hoch… . Dann folgte ein ewig langer Trail entlang der Suonen. Es hatte viele Wurzeln, Holzbrücken, man musste also immer konzentriert bleiben, ein Fahrfehler hätte an mancher Stelle, gravierende Folgen. So langsam ging uns dann das Trinken aus, ich hoffte echt das es endlich wieder einmal auf etwas ruhigerem Untergrund weitergehen würde. Dann waren wir wieder am Talboden angekommen, froh über die Verpflegungsstelle, doch das Rennen war noch lange nicht fertig. Der Anstieg hoch nach Leukerbad, sollte unglaublich steil und hart werden. Zuerst durften wir auf der Asphaltstrasse fahren, sehr angenehm, doch zu früh gefreut, die Strecke ging links weg und wir mussten x steile Rampen hochfahren, zum Schluss mussten wir schieben und selbst das war vor Steilheit fast unmöglich. Ich muss gestehen, ich habe meine Kinderstube kurz vergessen und geflucht wie noch selten :-)! Dann endlich nach einer weiteren Rampe kamen wir nach Leukerbad, natürlich ging es nochmals etwas hoch bis zum Ziel. Es war heute wirklich ein guter Tag, diese muss man nützen wenn man kann und sich einfach nur freuen. Mal sehen was die kommenden Tage noch so bringen. Drück uns die Daumen!

Swiss Epic

15.-20. 09.2014

Prolog: 14 Kilometer 750 Höhenmeter

Heute morgen hatte ich unglaublich schwere Beine, kein Wunder nach dem gestrigen Rennen. Ich musste von der ersten Minute an leiden, es war eine echte Tortour und ich war so, so froh als es endlich in den Downhill ging. Da hatte ich echt meine Freude, technisch sehr anspruchsvoll, das hat uns heute gerettet. Es war nicht zu erwarten, dass wir heute gewinnen würden, dementsprechend überrascht war ich, dass es gereicht hat. Mega! Doch es wird hart werden, die Konkurrenz ist stark.

 

UCI O-Tour Obwalden

14.09.2014

Ich habe mich entschlossen, trotz des Startes beim Swiss Epic, die O-Tour zu fahren. Ich konnte mich gut auf das Rennen einstellen und legte mir eine nicht all zu offensive Taktik bereit. 

Als wir um 07:45 Uhr auf die Strecke geschickt wurden, herrschten angenehme Temperaturen und nur ganz oben sah man ein wenig Nebel, also ideale Bedingungen. Zu Beginn wartete ich ab was die anderen Ladies so machten, Nadia Walker und Florence Darbellay sorgten für das Tempo. Als ich dann das Tempo etwas erhöhte konnten die zwei noch einige Zeit folgen, als ich nochmals etwas drauf legte mussten sie abreissen lassen. So fuhr ich in diesem Rhythmus weiter und konnte mich so immer etwas weiter absetzten. Es folgte ein Auf und Ab über wurzlige Trails und schnelle Schotterabfahrten. Da wir 30 Minuten vor den Herren starteten war ich wirklich alleine unterwegs, war mysthisch! Vor Langis hatte ich sogar Polizeibegleitung :-). Was wirklich cool war, ich habe den Bergsprint gewonnen und somit bin ich nun Besitzerin einer GoPro Kamera, danke! Kurz vor der ersten Zieldurchfahrt zischte es plötzlich und ich hatte einen Plattfuss, ärgerlich, es gab wohl einen Nagel und ich habe ihn gefunden ;-). Ich entschied mich langsam weiter zu rollen um dann in der Tech-Zone ein neues Rad zu nehmen, daher also nochmals Glück gehabt. Weiter ging es auf der anderen Talseite immer hoch Richtung Aecherlipass. Diese Steigung hat es in sich und ich musste auf die Zähne beissen. Endlich war ich oben angekommen und es folgte die lange Abfahrt über Alpwiesen, Trails und Alpwege. Doch man darf sich nicht zu früh freuen, es kommt nämlich nochmals eine kurze, steile Steigung bevor es dann endlich Richtung Ziel geht. Ich freute mich riesig über den Sieg! 

Nach der Siegerehrung ging es noch ins Wallis, genauer gesagt nach Verbier, denn morgen Starte ich beim Swiss Epic, zusammen mit Bärti Bucher.

Nationalpark Marathon Scuol

30.08.2014

Heimrennen! Grosse Ziele und grosse Erwartungen! 

Als ich mich um 05:15 auf den Weg nach Scuol machte, regnete es in Pontresina wie aus Kübeln. Ich hatte schon etwas die Befürchtung, dass bereits der Start eine kalte, nasse Angelegenheit werden würde, doch je weiter ich Richtung Unterengadin kam, je mehr liess der Regen nach, zum Glück. Um 07:15 Uhr erfolgte der Start und wir durften einmal um den Nationalpark fahren, 137 Kilometer und 4000 Höhenmeter. Zu meiner Überraschung verzichtete Ariane Kleinhans auf den Start der grossen Runde und so musste ich mir eine neue Taktik zurecht legen. Ich fuhr gleich zügig los und schon bald war ich nur noch in Begleitung männlicher Mitstreiter. Bis S-charl heftete ich mich an die Gruppe, dann entschied ich mich den Rest der Steigung zum Costainas Pass in meinem Tempo zu fahren. Es war nass und neblig da oben und ich war froh in die erste Abfahrt zu stechen. Es folgte der Anstieg nach Döss Radond. Dann folgte die eigentlich schöne Abfahrt durchs Val Mora, heute eine nasse, rutschige Abfahrt und zu allem Überfluss verabschiedete sich meine Vorderbremse. Beim nächsten Anstieg hoch zur Alpisella fand ich schnell einen guten Tritt und so verging die Zeit ganz gut und schon bald war ich oben. Auch hier wollte die Bremse noch nicht so richtig, also wieder nicht all zu viel Risiko nehmen und kontrolliert abfahren. Nun folgte das härteste Stück Arbeit vom heutigen Tag, der Passo Chaschauna. Ich wusste, dass ich da mehr verlieren als gewinnen kann, wenn ich zu schnell in die Steigung fuhr, also war das Ziel so viel wie möglich fahren aber nicht auf Biegen und Brechen. Ich muss zugeben, der Anstieg liegt mir einfach nicht, ich fluche jedes Jahr über das Unding Chaschauna. Was heute wetterbedingt ganz gut war, man sah nicht nach oben, denn Nebel und Wolken verhinderten den Blick nach oben und so blieb es mir erspart schon von ganz unten zu sehen, wie weit es noch bis zum Gipfel ist :-). Endlich oben angekommen, war es dann doch recht frisch und ich zog schnell die Weste an, denn in der langen Abfahrt bestand schon die Gefahr auszukühlen, gerade weil die Kleidung völlig durchnässt war. Der Trail war vom vielen Regen in diesem Sommer stark aufgeweicht, rutschig und mit Spurrillen versehen. Zum Glück kam die Bremsleistung etwas zurück und ich konnte es ordentlich laufen lassen, immer wieder cool dieser Downhill. In S-chanf erwischte ich das erste Mal seit ich den Marathon fahre, eine Gruppe. Zu Zehnt machten wir uns auf in Richtung Unterengadin. Ich musste mich ranhalten um dem Tempo der Gruppe zu folgen, denn es gibt die eine oder andere steile Rampe bis nach Zernez. Ich biss also auf die Zähne und schaffte es, den Anschluss zu halten. Von Lavin aus, kann man Guarda bereits sehen. Das sieht jeweils gar nicht so schlimm aus, doch irgendwie zieht es sich dann doch immer. Unsere Gruppe sprengte es rasch und aus zehn wurden vier, kurz vor Guarda musste auch ich abreissen lassen und ab da war ich wieder alleine unterwegs, wie schon oft an diesem Tag. Ich sehnte mich nach dem Ziel. Zum Glück hatte ich noch Werni im Anstieg hoch zu den Ruinen von Ardez, da bekam ich ein Cola und nun war das nächste Ziel Vreni, denn wenn ich sie sehe bin ich in Ftan und ab da gehts nur noch runter. Da überkamen mich dann auch die Emotionen, der Sieg ist zum greifen nahe! Im Ziel war ich einfach nur glücklich! 

Ich wurde gefragt, welcher Moment in diesem Rennen mir in Erinnerung bleibt. Es waren die Zuschauer von Zernez bis Ftan, die mich angefeuert haben, das war super, Gänsehaut! Herzlichen Dank :-)!

 

Grand Raid Cristalp

22.08.2014

Ich hatte mir für heute viel vorgenommen und freute mich auf das Rennen. Das Wetter war gut, also beste Bedingungen als wir um 06:30 Uhr auf die Strecke geschickt wurden. Wir fuhren in einem guten Tempo los, schnell waren Ariane Kleinhans und ich alleine unterwegs. Die ersten 700 Höhenmeter waren geschafft, es folgte die erste Abfahrt. Da passierte es, ich bekam einen harten Schlag aufs Hinterrad und dabei hat es mir die Kurbel verschoben. In dem Moment dachte ich echt, das kann doch nicht wahr sein. Ich rollte dann hinunter bis zu David der am ersten Verpflegungsposten auf mich wartete. Wir versuchten alles, um die Kurbel wieder richtig hinzubekommen, doch es war unmöglich, die Kurbel liess sich keinen Milimeter bewegen, kaputt. Anstatt um den Sieg mit zu Fahren, war für mich also bereits nach 17 Kilometern Schluss. Ich bin schon sehr enttäuscht, aber nächste Woche kommt ja bereits das nächste Rennen und die nächste Chance. 

Eiger Bike-Challenge Grindelwald

17.08.2014
 
In diesem Jahr fand im Rahmen des 3. Laufs der IXS Swiss Bike Classic die Schweizermeisterschaft statt. 88 Kilometer, 3900 Höhenmeter.
 
Ein wolkenloser Himmel mit imposanter Kulisse zeigte sich in Grindelwald, als um Punkt 0700 der Startschuss fiel. Zum „Einfahren“ durften wir direkt 12 Kilometer hoch zur Grossen Scheidegg fahren. Es ging nicht lange, da erhöhte Esther Süss den Rhythmus. Jetzt musste ich eine Entscheidung treffen, lasse ich sie einfach ziehen und fahre meinen eigenen Rhythmus oder versuche ich so lange wie möglich dran zu bleiben. Da es bei der SM eigentlich nur um den Sieg geht, entschied ich mich für die Variante Risiko, wenn nicht heute, wann dann! Zuerst funktionierte das tip top und ich pedalte so schnell es ging. Die erste technische Abfahrt hatte es in sich, die lange Treppe war nass, rutschig und schlammig, ich nahm nicht all zu viel Risiko. Gut unten angekommen folgte der nächste Anstieg hoch zum Feld. Der Abstand nach vorne war immer noch in etwa der gleiche so zwischen zwei bis drei Minuten. Die nächste technische Abfahrt war für mich ohne grössere Probleme zu meistern, nun folgte der sehr steile Anstieg hoch zum Bord. Schon von weitem konnte man den Speaker hören, doch bis man dann endlich oben ist, vergingen unendlich lange Minuten. Die Stimmung da oben war dann aber fantastisch! Bei Kilometer 60 in Grund hatte ich 5 Minuten Rückstand auf Esther und 5 Minuten Vorsprung auf Ariane Kleinhans. Doch beim Anstieg hoch zur Kleinen Scheidegg merkte ich wie meine Kräfte schwanden. Ich fand keinen guten Rhythmus mehr. Die Tragepassage saugte mir die letzten Kraftreserven aus den Beinen und ich war komplett „blau“. Irgendwie bin ich dann aber  doch noch oben angekommen, Ariane hatte aber bereits zu mir aufgeschlossen. Jetzt wusste ich, das wird ganz schwierig. So kam es auch, dass sie mich im ersten Gegenanstieg überholt hat. Ich schaffte in der weiteren Abfahrt zwar nochmals den Anschluss, doch es kam ja noch der Schlussanstieg hoch zum Ziel. Ich versuchte wirklich alles, doch 400 Meter vor dem Ziel war ich einfach game over! Esther Süss hat zum Schluss überlegen gewonnen, herzliche Gratulation!  Ariane Kleinhans schnappte mir mit 20 Sekunden Vorsprung den Silberplatz weg und so musste ich mich heute mit Bronze zufrieden geben. Fazit: heute habe ich hoch gepokert und dafür bezahlt, ein bisschen stolz bin ich trotzdem, dass ich den Mut fand es zu probieren. 
 
 
 
 
 
 

Ironbike Ischgl

02.08.2014

Am Freitag machte ich mich wieder auf in Richtung Silvretta. Ischgl war mein Ziel. Das Wetter zeigte sich wieder nicht von der besten Seite, doch es blieb mehr oder weniger trocken. Ich entschied mich zum Einfahren in Richtung Galtür und Koppsee zu fahren. Schliesslich hatte ich letzte Woche beim M3 Marathon nicht viel von dieser Gegend gesehen und holte dies so ein wenig nach. 

Am Samstag um 08.30 Uhr erfolgte dann der Start zum legendären Ironbike von Ischgl. 3800 Höhenmeter auf nur gerade 79 Kilometer verteilt müssen da bewältigt werden. Ich entschied mich, nicht all zu schnell zu starten, um hinten raus noch ein paar Körner übrig zu haben. Es gelang mir eigentlich ganz gut und ich konnte die ersten zwei Anstiege in einem anständigen Tempo hochfahren. Nach den ersten 27 Kilometern und 800 Höhenmeter lag ich an guter zweiter Position, hatte 1min Rückstand auf die Führende Esther Süss und etwa gleich viel auf die dritte Ariane Kleinhans. Ich merkte schon bald in dem langen Anstieg hinauf zum Idjoch, dass mir der M3 von letzter Woche doch noch stark in den Muskeln sitzt. Jetzt musste ich entscheiden, bleibe ich bei Plan A, endlich einmal die grosse Strecke in Ischgl zu bezwingen, oder greife ich auf Plan B zurück, das heisst, mittlere Runde mit 48 Kilometer und 2100 Höhenmeter. Im Hinblick auf die Schweizermeisterschaft, die in zwei Wochen stattfindet, entschloss ich mich für die Variante B! Die Regeneration dauert sonst wieder ewig und dazu hatte ich einfach keine Lust. So gewann ich in 2:45h die Mitteldistanz, was auch ganz schön ist. Es war ein gelungener Tag für das ganze Ladies Wheeler Team, Esther Süss gewann die Langstrecke und Hielke Elferink belegte den guten 5. Rang. Danke an die Betreuer Werner, Erich und Mart!

 

Wheeler Ladies im Engadin

Die letzten zwei Wochen waren super, Esther Süss verweilte für ein Höhentraining im Engadin und Hielke Elferink kam für eine Woche zum Training in die Berge. Verstärkt wurde unser Trio noch von Jane Nüssli. Wir genossen die gemeinsame Zeit auf und neben dem Bike, es hat richtig viel Freude gemacht.

M3 Marathon Montafon

26.07.2014

Am Freitag machte ich mich auf Richtung Montafon. Ich entschied mich über die Silvretta-Hochalpenstrasse zu fahren, eine wunderschöne Gegend, die Berge, die Sonne, wirklich lohnend, vor allem, wenn man weiss, dass es am Renntag regnen soll, so habe ich das Panorama wenigstens kurz am Vortag gesehen.

Die Eckdaten des M3 Marathon sind folgende, 130 Kilometer und 4500 Höhenmeter, an sich schon eine Herausforderung, bei Regen wird es nochmals extremer. 60 Starter machten sich also am Samstagmorgen auf den Weg, zuerst immer leicht steigend ins Silbertal hinein, es folgte der erste lange Anstieg nach Kristberg immer weiter hinauf nach Rellseck. Die erste lange Abfahrt war gut zu fahren, schon nass und etwas rutschig, aber ohne Probleme zu meistern. Es folgten die nächsten 700 Höhenmeter von Vandans hoch nach Matschwitz. Mittlerweile hatte es auch angefangen zu regnen. Als wir nach den ersten 65 Kilometern und 2500 Höhenmeter wieder im Tal ankamen, ging es nun ins Hochmontafon über St.Gallenkirch nach Partenen. Ab da hiess es beissen, beissen, ein steiler Anstieg mit 16%igen Steigungen wartete auf uns Fahrer. Mit jedem Meter den wir weiter in Richtung Gipfel fuhren, wurde der Nebel dichter und der Regen stärker. Plötzlich wie aus dem Nichts waren wir in Kops, man konnte erahnen wie schön das hier oben bei schönem Wetter sein muss. Es folgte eine rasante Abfahrt hinunter nach Wirl.  Der Regen und die Kälte machten mir so langsam aber sicher zu schaffen. Der letzte Anstieg hoch zur Bielerhöhe kam mir endlos vor, oben angekommen, nahm ich mir die Zeit, wechselte die Handschuhe und schlüpfte in eine Regenjacke, die beste Idee des Tages. Jetzt konnte ich gut gerüstet die gefürchtete Abfahrt über Vermunt hinunter nach Partenen in Angriff nehmen. Es war technisch sehr anspruchsvoll, rutschig und schlammig, ich nahm nicht zu viel Risiko, stieg ab und an auch mal vom Bike und rutschte mehr oder weniger kontrolliert über und durch die Schlüsselstellen. Im Tal angekommen, mussten nochmals 17 Kilometer bis ins Ziel zurückgelegt werden. Zum Glück immer leicht abwärts auf Asphalt flowigen Trails immer näher dem Ziel entgegen. Nach sieben Stunden und 8 Minuten war es dann soweit, ich hatte es geschafft. Das coolste, ich landete mitten in der Herrenelite overall auf Rang 8! Für das Team war es ein gelungener Event, Lukas Buchli gewann, Hansueli Stauffer belegte Rang 3 und Mathias Alig landete auf Rang 5!

Was es noch zu sagen gibt, von 60 gestarteten Teilnehmer auf der M3 Strecke kamen nur gerade einmal 26 ins Ziel, alle anderen wurden wegen den Witterungsverhältnissen aus dem Rennen genommen.

Ein spezieller Dank geht an die Tourismus Region Montafon und die Pension Mottabella in Gaschurn, wir wurden verwöhnt und ich freue mich bereits auf ein nächstes Mal.

WM Pietermaritzburg

29.06.2014

Bis zum Schluss hatte ich die Hoffnung dass es doch noch kappt. Leider kam es aber anders und die WM wurde eine riesen Enttäuschung! Seit ich in Südarika angekommen bin fühlte ich mich nicht richtig fit, aber anstatt besser wurde es immer schlimmer, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen. Doch aufgeben wollte ich auch nicht, also entschied ich mich an den Start zu gehen. Doch schon bei den ersten Metern wurde mir bewusst, so geht das nicht. Die Gesundheit leidet derart. Also war für mich bereits nach 7 Kilometern die WM vorbei. Sehr, sehr enttäuscht bin ich, muss zugeben, ein paar Tränchen habe ich vergossen, denn ich war wirlich im Schuss und da wäre etwas drin gewesen. Jetzt gehts zurück in die Schweiz, gesund werden und Batterien neu laden. Danke für den Support Erich, Sven und Kerstin und die tolle Location bei Doret.

die Woche vor der Marathon WM in Pietermaritzburg!

27.06.2014

Am letzten Montagabend war es soweit, Abflug nach Südafrika zur Marathon WM. Zuerst flogen wir nach Johannesburg, dann ging es mit dem Flieger weiter nach Durban, da stiegen wir aufs Auto um. Am Ziel angekommen schnell die Bikes zusammenbauen und noch kurz mit Esther Süss eine erste Runde auf afrikanischem Boden drehen.

Sehr gewöhnungsbdürftig, da unten haben die jetzt Winter, das heisst am Abend und in der Nacht wird es bis zu 0 Grad, am Tag gibt es aber schöne 25 Grad.

Am Mittwoch gingen Esther und ich das erste Mal auf die WM-Strecke. Fazit, super anstrengede aber tolle Strecke. Die Anstiege sind steil, die Downhills der Hammer, Trails, Trails, Trails..... . 71 Kilometer und 2300 Höhenmeter müssen am Sonntag von den Damen bezwungen werden.

Gestern war ich nochmals auf der Strecke und schaute mir den Schlussabschnitt an, eigentlich das schönste was dieser Marathon zu bieten hat, eine ewig lange Abfahrt bis zum Ziel, wow! Ich denke da kommt jeder mit einem breiten Grinsen im Ziel an, egal wie es einem beim Rennen ergangen ist.

Heute regnet es schon den ganzen Tag, das heisst Kaffee trinken, relaxen, regenerien, lesen und viel Tee trinken. Leider plagen mich nämlich seit Donnerstag grippeartige Symptome und dies in einem der dümmsten Momente in dieser Saison!!!! 

Der Countdown läuft, am Sonntag um 08:45 ist der Start der Damen. 

Live auf www.mtbworldchamps.co.za

 

Frigaz BerGiBike 

22.06.2014

Heute stand der zweite Lauf der IXS Swiss Bike Classic auf dem Programm. Für mich eine Premiere, denn da war ich noch nie am Start. Ich freute ich mich auf eine neue Strecke. Gestartet wird in Fribourg, das Ziel ist in Bulle. Ich merkte gleich nach dem Start, dass dies heute eine zähe Angelegenheit werden würde, ich war körperlich und auch mental noch nicht ganz erholt, die Alpentour hatte doch ihre Spuren hinterlassen. Das erste Teilstück des Rennens war ein Auf und Ab und ich tat mich sehr schwer, musste immer mal wieder abreissen lassen und konnte zum Teil nicht einmal in der Fläche die Gruppe halten. Dann endlich kam der erste und auch einzige lange Anstieg am heutigen Tag, hoch zum La Berra. Endlich fand ich ein wenig in meinen Rhythmus und die Beine drehten etwas besser. Oben angekommen, schweifte mein Blick auch kurz nach links und rechts, wirklich wunderschön die Aussicht von da oben. DieAufmerksamkeit galt aber gleich der Abfahrt, über Trails und kleine, mit Schlaglöchern gespickte Kieswege ging es rasant den Berg hinunter. Von da an begann der mühsame Teil, ich war oft alleine unterwegs und dies bei Wind und geraden Stücken ist immer doppelt hart, jetzt nur nicht zu viel denken und immer weiter pedalieren. Der Schlussteil hatte es dann nochmals in sich, einige steile Rampen mussten noch bezwungen werden, dann endlich war das Ziel in Sicht ich war einfach nur froh, in Bulle angekommen zu sein. Im Ziel war ich so kaputt wie schon lange nicht mehr, ich brauchte erst einmal 10 Minuten bis meine Lebensgeister wieder zu mir kamen. Dann konnte ich mich auch über die gute Zeit und das Resultat freuen.

Danke an Wheeler und BIKS für die Betreuung!

Jetzt heisst es gut erholen, Koffer packen und ab nach Südafrika zur WM!

Alpen Tour Trophy

12.-15.06.2014

1. Etappe Hochwurzen - Gieglach 69Kilometer 2900Höhenmeter 

Startschuss und gleich ging es mächtig zur Sache. Es galt über 1100 Höhemeter hoch zur Hochwurzen zu bewältigen, die Favoritin aus der Ukraine Jana Belomoina, die Belgierin Githa Michiels und die Slovakin Janka Keseg Sterkova setzte sich gleich ab. Ich entschied mich für eine etwas passivere Fahrweise, denn es geht 4 Tage und es ist nicht sinnvoll am ersten Tag, am ersten Berg schon im roten Bereich zu Fahren. Bereits nach 3/4 des ersten Anstiegs hatte ich Janka und Githa ein und überholt. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden und stach in die erste Abfahrt, einige Trails und schnellere Schotterpassagen galt es heil zu überstehen. Weiter ging es durch ein langes Tal nach Ursprungsalm, wunderschön diese Gegend. Ab da hatte auch ich nicht mehr den Blick für die schönen Berge, es ging nämlich extrem steil immer weiter hoch zu den Gieglacher Seen, zum Schluss mussten wir zu Fuss über Schneefelder rennen um auf den Gipfel zu kommen, mir kam das nicht ungelegen, denn durch die Nässe kühlte mein überhitzer Körper wieder etwas ab. An eine Verschnaufpause war jetzt aber nicht zu Denken, die Abfahrt hatte es in sich, technisch schwierig und sehr ruppig ging es hinunter ins Tal nach Wehrhofalm, bis dahin musste man noch ein wenig Energie tanken, denn der Schlussanstieg zur Planaimittelstation hat nochmals ein paar heftige Rampen drin bis der erlösende Downhill hinunter nach Schladming kommt. Ich erreichte als Zweite das Ziel, hinter der sehr stark fahrenden Jana.

2. Etappe Bergzeitfahren Planai 14 Kilometer 1100 Höhenmeter

Es wurde in Umgekehrter Reihenfolge des Klassements gestartet, die besten 5 mit einem Zeitabstand von 1 Minute. Der Veranstalter schenkte uns nichts und gleich nach dem Start mussten wir die Downhillstrecke über die Planai hoch fahren. Das Laktat schoss mir sofort in die Oberschenkel, das läuft dann unter "Schmerz ist nur ein Gefühl" also Zähne zusammenbeissen und drücken was geht. Bei einem Zeitfahren gibt es nur eines, Vollgas von Anfang bis hoch zum Ziel. Immer im Blick die Slowakin die eine Minute vor mir gestartet war, das half um den Speed trotz Schmerzen hoch zu halten, immer weiter, immer höher, immer steiler. Dann endlich konnte ich Janka ein und überholen, das Gute, die Jana hatte mich noch nicht eingeholt, das war ein gutes Zeichen. Jezt noch eine kurze Wurzelpassage und die letzten Energiereserven anzapfen und ins Ziel sprinten. Total kaputt aber glücklich über meinen Drittenrang heute. Die Zeitabstände im Gesamtklassement sind zwischen dem 2 und 4 Rang extrem knapp was für die kommenden zwei Tage ein sehr spannendes Rennen bedeutet.

3. Etappe Königsetappe zum Dachstein 69 Kilometer 2800 Höhenmeter

Die ersten 5 Kilometer mussten neutralisiert gefahren werden, es folgte der Startschuss auf dem Weg hoch nach Ramsau. Ein nerviges auf und ab ich musste unglaublich beissen um an Githa dran zu bleiben. Leider schaffte ich es nicht ganz und musste abreissen lassen, blöd gerade jetzt ging es auf einen Asphaltweg wo Windschattenfahren so hilfreich sein konnte. Ich schaffte gerade als die Steigung zur Türlwandhütte begann den Anschluss, musste aber bald wieder etwas Tempo raus nehemen um nicht komplett zu übersäuern. Am höchsten Punkt hatte ich etwa 30 Sekunden Rückstand, also ging ich Vollgas in die Abfahrt, ich nahm viel Risiko, dies lohnte sich, denn ich schloss wieder zur Gruppe mit der Belgierin auf. Weiter ging es über den Rittisberg nach Ramsau. Wieder kam so ein extrem steiles Stück hoch über Pichl. In der Abfahrt passierte es dann, wir kamen von der Strecke ab, wir merkten dies aber erst als der Tail plötzlich zu Ende war und wir durch Büsche und Bäume in einem Seilpark gelandet waren. Shit happens, was nun? Ich erinnerte mich aus dem Vorjahr etwas an die Strecke und der Campingplatz kam mir bekannt vor also beschlossen wir nach rechts zu Fahren und wir fanden zurück auf die Strecke. Dies sollte aber noch ein Nachspiel haben, dazu aber später. Jetzt mussten wir zuerst wieder in den Rennrhythmus finden, ein weiterer Anstieg folgte und wieder musste ich etwas Federn lassen, ca 1 Minute habe ich nun Rückstand und mein Vorsprung im Gesamtklassement hatte ich nur 1Minute und 30 Sekunden Vorsprung also nochmals alles mobilisieren und über den letzten Berg drücken, wieder viel Risko in der Abfahrt und im Ziel sehen wie viel noch vom Vorsprung übrig ist. 50 Sekunden habee ich noch uff. Doch dann kam es anders als wir dachten. Jana hatte sich ebenfalls verfahren und war noch nicht im Ziel. Dann reichte der Teamchef von Jana (Bart Brentjens) Protest ein auch,  Janka die Vierte hatte nun ein grosses Interesse von der Situation zu profitieren. Die UCI Kommissäre hörten sich aber nur die zwei Parteien an, Githa und ich durften uns nicht äussern. Zum Schluss war es so, dass Githa und ich eine 10 Minuten Zeitstrafe bekamen obwohl wir beweisen konnten, dass wir keinen Vorteil von der Sache hatten, wir sind nämlich hinter die Herrengruppe zurückgefallen, die wir bereits überholt hatten, dies interessierte die Kommissäre allerdings nicht. Jana bekam trotz Falschfahren keine Strafe und Janka die sich einen Tag zuvor verfahren hatte, bekam dort ja auch keine Strafe. Nun war also die Slowakin Leaderin. Mit 1 Minute 10 Sekunden Vorsprung auf mich, weiter 50 Sekunden auf Githa und 2 Minuten auf Jana. Was mich am meisten geärgert hat war, wie man mit uns Fahrerinnen da umgegangen war, anstatt mit allen 4 betroffenen zu sprechen und dann eine Lösung zu finden, hörte man nur Bart Brentjens und dem Slowakischen Trainer zu und knallte uns dann ohne eine Erklärung und Darlegung der Situation das neue Ranking hin.

4. Etappe Hauser Kaibling 56 Kilometer 2000 Höhenmeter

All in! Angriff ist ja bekanntlich die beste Verteidigung und so ging ich mit viel Wut im Bauch an den Start. Es war klar, dass Jana gleich wegfahren würde, sie war auch mit Abstand die Beste an diesem Rennen. Ich wollte aber gegen hinten alles klarmachen und so fuhr ich von Beginn an auf tutti, auch mit dem Risiko einzugehen. Nach den ersten 20 Kilometern, hatten wir einen minimen Vorsprung auf die Slowakin herausgefahren, dies reichte aber noch nicht. Am langen Anstieg hoch zum Hauser Kaibling attackierte mich dann Githa, ich versuchte alles, kam aber nicht mit. Doch weiter als 50 bis 100 Meter kam sie nie weg und in der Hälfte des Anstieges konnte ich sie ein und überholen, jetzt gab ich mehr als ich eigentlich zur Verfügung hatte um vor ihr oben am Berg zu sein. Ich wusste das ist meine Chance, denn in der Abfahrt konnte ich bis jetzt immer Zeit gut machen. Vollkommen blau kam ich am Kaibling an, ich musste mir gut zu reden um konzentriert und fokussiert in den Downhill zu Fahren. Es gelang mir auch und so musste ich mich noch die letzten 250 Höhemeter hoch zur Planaimittelstation quälen und sicher den Downhill über die Planaiabfahrt ins Ziel bringen. Dann das bange warten im Ziel und dann die Erlösung, es hat gereicht Rang 2 heute bei der Etappe und auch im Gesamtklassement.

1. Jana Belomoina UKR 11:45:39

2. Milena Landtwing SUI 11:52:57

3. Githa Michiels BEL 11:55:33

4. Janka Keseg Stevkova SVK 11:56:37

5. Anne Terpstra NED 6. Nadia Walker SUI 7. Petra Mermans BEL 8. Anna Konovalova RUS 9. Andrea Kuster SUI....

Elsa Bike Trophy 

08.06.2014

Der erste Lauf der IXS Swiss Bike Classic fand in Estavayer-le-Lac statt. Ein mit 60 Kilometern kurzes Rennen für die Langdistanz, jedoch nicht weniger hart, dazu kam die extreme Hitze. 

Gleich nach dem Start ging es zur Sache, ich versuchte mich so gut wie möglich zu positionieren, dies gelang mir gut. Von da an ging es in einem einzigen auf und ab durch die Wälder. Nach etwa der Hälfte des Rennens, merkte ich, dass ich im Vorderrad Luft verlor, was mache ich, anhalten und nachpumpen, oder die 3 Kilometer bis zur nächsten Verpflegung weiterfahren und Radwechseln? Ich entschied mich für die zweite Variante. Mit neuem Vorderrad ging es wieder flott vorwärts, auch wenn ich ab da mehr oder weniger solo unterwegs war. Die Hitze machte mir wirklich zu schaffen und da ich keine direkte Konkurrenz um mich hatte, nahm ich da und dort etwas Tempo raus um meinen Motor, respektive meinen Körper nicht ganz zu überhitzen. Nach 2:51:49 hatte ich es dann geschafft, mein erster Sieg in der Schweiz in den Wheeler Farben, cool! Danke an das Betreuer Team.

Tegernsee Marathon

01.06.2014

Trotz Einbruch den Sieg geholt

Etwas kühl aber sonnig zeigte sich der Sonntagmorgen. Ich war motiviert und freute mich auf eine neue Strecke im wunderschönen Tegernsee Gebiet. Nicht zu unterschätzen allerdings der Kurs, 89 Kilometer und 3300 Höhemeter mussten bewältigt werden. Konny Looser mein Teamkollege warnte mich schon vor, ich solle noch ein paar Körner für die Schlussschlaufe aufbewahren, extrem steil soll es da sein, bis 32%!

Ich fand schnell ins Rennen und liess meine Mitstreiterinnen auch  gleich hinter mir. Dies stellte sich im Nachhinein noch als sehr wertvoll heraus. Die Strecke war technisch nicht wirklich schwierig, es gab nur zwei längere Trails, die durch die Nässe etwas rutschig waren, aber dennoch gut fahrbar. Ich fühlte mich wirklich gut und dachte ich hätte mir das Rennen gut eingeteilt, doch dann passierte es, kaum auf die Schlussschlaufe eingebogen, kam der Mann mit dem Hammer und es ging gar nichts mehr. Ich hatte das Gefühl stehen zu bleiben. Super, ausgerechnet jetzt und die steilsten Anstiege kamen ja erst noch. Alles Fluchen half nichts, es blieb mir nichts anderes übrig als zwei, drei Gänge runter zu schalten und mich ins Ziel zu quälen. Da kam es mir zu Gute, dass ich bereits von Beginn an, einen grossen Vorsprung heurausgefahren hatte und ich so, trotz diesem Totalausfall der Batterien noch als erste über die Ziellinie fahren konnte :-). Ehrlich gesagt war ich noch nie so froh, im Ziel zu sein. Ein herzliches Dankeschön an Roli, Michi, Lorenz und Sven für die Betreuung.

UCI Marathon Singen

11.05.2014

Um 10:10 Uhr erfolgte der Start. 80 Kilometer und 2000 Höhenmeter galt es zu bewältigen. Etwas speziell, wie ich aber finde auch super, die Damen starten seperat und da kann sich niemand in einer Männergruppe verstecken und profitieren, da muss Frau selber ran. Hier in Singen heisst das ein einziges Auf und Ab vom Start bis ins Ziel. Nach dem Start im ersten Anstieg ging es gleich zur Sache, es sprengte das Feld, übrig blieb eine 6er Gruppe. Im ersten und wohl einzigen Singeltrail an diesem Marathon konnten wir die Gruppe nochmals halbieren. Silke und ich machten die ganze Arbeit, heute sehr anstengend, denn es bliess ein unglaublich starker Wind, dies machte die Sache extrem hart. Die Norwegerin (Hildegunn Hovdenak) hielt sich leider sehr zurück und profitierte nur. Am längsten Anstieg des Tages, vielleicht 250 Höhenmeter musste ich abreissen lassen und ahnte schon Schlimmes. Doch ich schaffte es wieder zu den zwei aufzuschliessen. Fünf Kilometer vor dem Ziel konnte plötzlich Silke (Silke Schmidt) nicht mehr folgen und die Norwegerin drückte brutal auf s Gas, ich konnte noch folgen, doch im Sprint fehlte mir der nötige "Punch" und ich musste mich mit dem 2. Rang begnügen. Am heutigen Tag kann ich damit aber mehr als zu frieden sein, denn ich war mir echt nicht sicher wie das heute gehen wird, denn ich hatte noch grössere Nachwehen von meinem Ausflug bei der Patrouille de Glaciers :-). 

Bericht PDG 2014

1.Mai 2014 Patrouille des Glaciers Z1

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag konnte das erste Rennen der Jubiläumsausgabe der Patrouille des Glaciers erfolgreich durchgeführt werden. Nachdem diese aufgrund der schlechten Wetterbedingungen verschoben wurde. Am Mittwochabend um 21 Uhr fiel in Zermatt der Startschuss zum ersten Lauf (Z1) der diesjährigen Patrouille des Glaciers. 993 Sportler machten sich im 30. Jubiläumsjahr auf den Weg von Zermatt nach Verbier. Für die 330 militärischen und zivilen Dreierpatrouillen galt es rund 53 Kilometer mit rund 4'000 Höhenmetern Steigung zu überwinden.

Der erste Streckenabschnitt bis Staffel legten wir zu Fuss zurück, ab da konnte man mit den Skiern weiterlaufen, immer weiter hoch bis auf 3‘700m.ü.M. zur Tete Blanche. Es war frisch da oben, doch an eine Verschnaufpause war nicht zu denken, möglichst schnell weg von da oben. Es folgte die Abfahrt „angeseilt“ runter zum Col de Bertol. Ein kurzer Gegenanstieg bis Plan Bertol folgte, von da an konnte ohne Seil weitergefahren werden. Dieser Moment war fantastisch, die Bergsilhouetten wurden sichtbar und der Morgen kündigte sich an, wunderschön. Für uns ging es weiter hinunter über Buckelpisten und viele Steine nach Arolla. Da wir keine Betreuer dabei hatten, machten wir dort eine Pause, füllten unsere Energiespeicher und tranken etwas. Weiter ging es hoch in Richtung Col de Riedmatten. Das war für mich der härteste Aufstieg, vor dem steilen Couloir wurden wir angehalten und mussten warten bis die Patrouillen, die in Arolla gestartet waren vorbei waren, eher blöd und mühsam!!! Als es endlich weiterging, fühlte ich mich wieder besser und die erste Portage an diesem Tag verlief problemlos. Der Abstieg hinten hinunter war eher abenteuerlich... . Normalerweise lässt sich die Strecke von Pass du Chat bis La Bama im Skatingstil bewältigen, durch den vielen Neuschnee war es nicht gefroren und wir mussten zwischenzeitlich auffellen, was doch einiges an Zeit kostete. Im Aufstieg zur Rosablache, an der Verpflegungsstelle musste ich dringend ein WC aufsuchen und wir nahmen es gemütlich, es verstrichen mindestens 10Minuten, wir hatten ja keine Ahnung, dass wir gut im Rennen lagen. Vielleicht war das aber auch gut so. Im Couloir hoch zur Rosablache standen wir wieder einmal im Stau, man konnte nicht sein eigenes Tempo laufen. Oben angekommen war es einmalig, die vielen, vielen Zuschauer feuern alle Patrouillen an und es war eine riesen Stimmung auf dem Berg. Nach einer weiteren, schnellen, buckligen, interessanten Abfahrt hiess es noch einmal Kräfte sammeln für den letzten Anstieg hinauf zum Col de la Chaux. Wieder war die Stimmung durch die Zuschauer unglaublich, dann endlich, die letzte Abfahrt hinunter nach Verbier. Die letzten Kilometer musste man noch zu Fuss bis ins Ziel rennen. Dann hatten wir es geschafft, müde aber überglücklich sind wir nach 10h 28 Minuten im Ziel angekommen! Was wir erst im Nachhinein erfuhren, wir hatten in diesem ersten Lauf die schnellste Damen-Zeit aufgestellt, sehr cool und das bei meinem ersten richtigen Skitourenrennen und dann noch bei der PDG!

Patrouille de Glaciers

Heute Nacht um 0100 ist unser Start zur PdG 2014. Andrea Huser, Michaela Feurle und ich stellen uns diesem Abenteuer. Es kann mit dem App PdG 2014 von Swisscom live mitverfolgt werden. Wir haben die Startnummer 536 Team DYNAFIT Schweiz.

ABSA Cape Epic

8 Tage 718 Kilometer, 14850 Höhenmeter! Sonne, Regen, Staub, Schlamm, Freude, Frust, Lust, Schmerz und Stolz! Das ist für mich die Zusammenfassung vom Cape Epic 2014.

Zusammen mit Hielke Elferink nahm ich die Herausforderung Cape Epic an. Wir harmonierten meistens gut im Team, jeder gab sein Maximum, heraus kam ein super 4. Platz Overall und zwei Mal durften wir uns über den 3 Tagesrang freuen. Ich glaube das war mehr als man erwarten konnte und es war eine tolle Zeit in Afrika. Danke Hielke und dem Team Meerendal für die tolle Unterstützung, einmalig! Jetzt heisst es zurück in den Winter und gut erholen.

Andalucia Bike Race

Saisonauftakt in Andalusien. Eigentlich sind 6 Tage zu Beginn der Rennsaison doch etwas viel, auf der anderen Seite kann sich der Körper gleich an die Strapazen gewöhnen. Zusammen mit Philipp Gerber startete ich in der Mixed Kategorie. Ich muss sagen, es war echt ein tolles Rennen und Philipp war ein super Partner. Wir konnten uns vom ersten Tag an absetzten und gewannen alle Etappen und so auch das Overallklassement, was für ein Auftakt.